25. November 2010

Baden-Württemberg: Mehr Raum im Nichtwohnbau

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes lag der für Nichtwohngebäude genehmigte umbaute Raum im 3. Quartal 2010 in Baden-Württemberg mit etwa 7,7 Millionen (Millionen) Kubikmeter über 22 Prozent (+1.411 Millionen Kubikmeter) über dem des Vorjahresquartals. Die Zahl der Gebäude, die mit diesem Volumen insgesamt entstehen sollen, hat sich jedoch gegenüber dem 3. Quartal 2009 leicht verringert. Im 3. Vierteljahr 2010 wurden rund 2 Prozent weniger Nichtwohngebäude in Baden-Württemberg zum Bau freigegeben.


Zum Nichtwohnbau zählen vor allem gewerbliche Betriebs- und Bürogebäude sowie Hochbauten der öffentlichen Hand und nicht überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Gebäude von privaten Bauherren. In der zum Bau freigegebenen Anzahl der Gebäude sowie dem genehmigten Neubauvolumen spiegelt sich die Neubaunachfrage wider.


Im Nichtwohnbau sind die Wirtschaftsunternehmen die mit Abstand wichtigste Bauherrengruppe. In den Monaten Juli bis September 2010 wurden in diesem Bereich rund 6,4 Millionen Kubikmeter umbauter Raum zum Neubau freigegeben. Das waren zirka 40 Prozent (+1.830 Millionen Kubikmeter) mehr als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor.


Die Nachfrage im öffentlichen Hochbau (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck) ging hingegen zurück. Mit zirka 0,7 Millionen Kubikmetern lag das Genehmigungsvolumen in diesem Bereich im 3. Quartal 2010 um 41 Prozent unter dem Vorjahresniveau.


Bei den privaten Bauherren, deren Anteil sich mit rund 0,6 Millionen Kubikmetern dem der öffentlichen Bauherren nähert, verzeichnete das Statistische Landesamt für das 3. Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal ein um nahezu 7 Prozent höheres genehmigtes Neubauvolumen.


Aufgrund einer schwächeren ersten Jahreshälfte 2010, fallen die Wachstumsraten für umbauten Raum in Nichtwohngebäuden im Zeitraum Januar bis September 2010 geringer aus. Insgesamt wurden im bisherigen Jahr 2010 knapp 20 Millionen Kubikmeter umbauter Raum genehmigt, was einer Steigerung von rund 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.