01. Januar 2016

Erfolg im Netzwerk

Brodersen Ausbau und Fassade - Erfolg im Netzwerk

»Unternehmer können sich im Netzwerk auf ihre Stärken konzentrieren«, meint Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer beim Deutschen Franchiseverband in Berlin. Er erklärt, warum sich der Eintritt in ein Franchise-System auch für erfahrene Unternehmer lohnt.

Was sind nach Ihrer Erfahrung die wichtigsten Motive für bestehende Unternehmen, sich nach Jahren als Einzelkämpfer einem Franchise-System anzuschließen?
Fakt ist, dass der Wettbewerb stetig zunimmt und auch die Anforderungen an Unternehmer immer größer werden. Zunehmend mehr Unternehmer erkennen daher, wie viele Vorteile es bringt, sich einem Netzwerk anzuschließen und daraus Synergien zu ziehen. Eine besonders attraktive Form des Netzwerks ist das Franchising: Durch die vorhandene Arbeitsteilung können sich die selbstständigen Franchise-Nehmer auf ihre Stärken der Marktbearbeitung konzentrieren. Denn sie wissen, dass sie in Bereichen wie Marketing, Buchhaltung und Controlling, Beschaffung und Absatz kontinuierliche Unterstützung seitens des Franchise-Gebers erhalten.

Welche Voraussetzungen müssen Franchise-Partner mitbringen?
Unternehmer, die sich entscheiden, als Franchise-Nehmer einem Netzwerk beizutreten, sollten sich ihrer »neuen« Unternehmerrolle bewusst sein: Die Teamfähigkeit ist hierbei zentral – gegenüber eigenen Mitarbeitern, dem Franchise-Geber und den anderen System-Partnern. Der partnerschaftliche Austausch nimmt eine große Rolle ein. Hinzu kommt, dass der Unternehmer nicht mehr alleine für strategische Entscheidungen verantwortlich ist, sondern gemeinsam mit den anderen Partnern an der Weiter­entwicklung des Konzepts arbeitet.

Wie kann ein Unternehmer herausfinden, ob das System zu ihm passt?
Bei der Auswahl des passenden Systems zählen vor allem die »Chemie« untereinander und die 100-prozentige Identifikation mit dem Konzept. Wichtig ist vor allem, dass das Konzept ein deutliches Zukunftspotenzial mit Alleinstellungsmerkmalen und Wettbewerbsvorteilen besitzt und nicht nur einem kurzlebigen Trend folgt.

Welche Vorgaben gibt es beim Franchising?
Ein zentrales Element des Franchisings ist die Marke, die es konsequent und diszipliniert zu vertreten gilt. Neben der Arbeitsteilung, die ein wichtiges Prinzip im Franchising ist, gibt es Regeln, die für alle Franchise-Parteien gelten, um sich dauerhaft erfolgreich am Markt zu positionieren. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit der Systemzentrale genauso wie die regionale Werbung sowie der Besuch von Seminaren und Fortbildungen. Üblich ist es auch, dass die Partner den Franchise-Geber über die Entwicklung des eigenen Unternehmens informieren.

Falls die Partnerschaft nicht so funktioniert, wie ein Unternehmer sich das vorstellt: wie sollte er vorgehen?
Zunächst gibt das Wort »Partnerschaft« vor, dass der Franchise-Nehmer versuchen sollte, im direkten Gespräch mit seinem Partner – dem Franchise-Geber – Lösungen für die auftretenden He­rausforderungen zu finden. Sollten die beiden Parteien nicht weiterkommen, kann der Franchiseverband dabei helfen, eine partnerschaftliche Lösung außerhalb des Gerichts zu finden.

                                                                                                                                                     Ausgabe: 5/2012

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