06. Dezember 2010

7,3 Prozent mehr Insolvenzen in NRW

Im dritten Quartal 2010 meldeten die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 10.306 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistischem Landesamt waren das 7,3 Prozent mehr als im dritten Vierteljahr 2009 (9.601 Fälle). Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen summierten sich zwischen Juli und September 2010 nach vorläufigen Ergebnissen auf 4,1 Milliarden Euro. 28,9 Prozent (2.982) der Insolvenzen betrafen Unternehmen. Das waren 5,4 Prozent mehr als im dritten Quartal 2009 (damals: 2.828 Fälle).


In mehr als zwei Drittel der Fälle (6.929) handelte es sich um Verbraucherinsolvenzen; das waren 11,4 Prozent mehr als im dritten Vierteljahr 2009 (damals: 6.220 Fälle). Die übrigen 395 Fälle betrafen zum Beispiel ehemals Selbstständige, die nicht eindeutig zugeordnet werden konnten, Nachlässe und Ähnliches.


Für die ersten neun Monate des Jahres 2010 ermittelten die Statistiker mit 30.365 eine um 9,1 Prozent höhere Gesamtzahl der Insolvenzen als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2009. Dabei war die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche mit 8.871 um 10,3 Prozent, jene der Verbraucherinsolvenzen mit 20.097 um 11,1 Prozent höher als von Januar bis September 2009.


Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Insolvenzverfahren auch Fälle enthalten sind, bei denen der Sitz außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegt, die Insolvenzabwicklung jedoch an einem nordrhein-westfälischen Amtsgericht erfolgt. Bei den von Januar bis September 2010 betroffenen 66 Unternehmen waren 510 Personen beschäftigt; die Gläubigerforderungen summierten sich hier auf 686 Millionen Euro.