10. Dezember 2010

12 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden in den vergangenen drei Quartalen bei den Amtsgerichten Baden-Württembergs 1.885 Unternehmensinsolvenzen entschieden. Das waren 12 Prozent oder 252 Verfahren weniger als in den ersten neun Monaten 2009. Im Baugewerbe gab es im genannten Zeitraum 247 Insolvenzverfahren von Unternehmen. Das waren rund 4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.


Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger beliefen sich insgesamt auf 1,4 Milliarden Euro, das waren deutlich weniger als in den ersten neun Monaten 2009 mit 2,2 Milliarden Euro. Die Verpflichtungen je Insolvenz betrugen 745.000 Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es dagegen 1 Millionen Euro.


Die Zahl der Beschäftigten, die von den Insolvenzanmeldungen unmittelbar betroffen waren, betrug 8.560 Personen, im Vorjahr waren es noch 18.230 Personen. Damit waren im Durchschnitt je Insolvenz 4,5 Beschäftigte betroffen gegenüber 8,5 Beschäftigte bis zum dritten Quartal 2009.


Relativ häufig zur Insolvenz kam es im Bereich Handel mit insgesamt 410 Insolvenzverfahren, dies waren jedoch 74 Verfahren oder 15,3 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt zugeordnet, betrafen weitere 247 Verfahren Unternehmen des Bereichs Baugewerbe; rund 4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Es folgt das Verarbeitende Gewerbe mit 234 insolventen Unternehmen, das waren jedoch ein Drittel weniger als vor einem Jahr (–118 Verfahren oder –33,5 Prozent). Weitere 207 Verfahren betrafen Unternehmen des Bereichs Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Hier war sogar noch eine Zunahme um 7 Verfahren oder 3,5 Prozent zu verzeichnen. Es folgen das Gastgewerbe (159 Verfahren), der Bereich Verkehr und Lagerei und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit jeweils 123 Verfahren.