10. Dezember 2010

Handwerk macht 2,6 Prozent mehr Umsatz

Die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk lagen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im dritten Quartal 2010 um 2,6 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Über diesem Durchschnitt lagen sowohl das Ausbaugewerbe (+4,4 Prozent) als auch das Bauhauptgewerbe (+3,8 Prozent).


Fünf der sieben Gewerbegruppen erzielten im dritten Quartal 2010 gegenüber dem dritten Quartal 2009 höhere Umsätze. Am stärksten stieg der Umsatz bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (+12,4 Prozent), zu denen industrienahe Gewerke wie Metallbauer und Feinwerkmechaniker gehören. Dieser Umsatzzuwachs ist, wie bereits im zweiten Quartal 2010, hauptsächlich auf die gestiegene Nachfrage nach gewerblichen Produkten und Dienstleistungen zurückzuführen. Das Ausbaugewerbe (+4,4 Prozent), das Bauhauptgewerbe (+3,8 Prozent), das Gesundheitsgewerbe (+1,7 Prozent) und die Handwerke für den privaten Bedarf (+1,4 Prozent) hatten ebenfalls höhere Umsätze.


Zwei Gewerbegruppen hatten im dritten Quartal 2010 niedrigere Umsätze als im dritten Quartal 2009. Im Kraftfahrzeuggewerbe ging der Umsatz um 4,1 Prozent zurück. Das Auslaufen der Umweltprämie, die vom ersten bis dritten Quartal 2009 zu höheren Umsätzen im Kraftfahrzeuggewerbe geführt hatte, ist wie schon in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2010 ein Grund für diese rückläufige Entwicklung. Geringere Umsätze verzeichnete auch das Lebensmittelgewerbe (–2,6 Prozent).


Beschäftigtenzahlen

Insgesamt waren Ende September 2010 im zulassungspflichtigen Handwerk 0,6 Prozent weniger Personen tätig als Ende September 2009.

 

Weniger Beschäftigte als im Vorjahr gab es Ende September 2010 in den Handwerken für den privaten Bedarf (–3,7 Prozent), im Kraftfahrzeuggewerbe (–1,8 Prozent), im Lebensmittelgewerbe (–1,3 Prozent) und bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (–1,0 Prozent). Demgegenüber stiegen die Beschäftigtenzahlen im Gesundheitsgewerbe (+0,6 Prozent), im Bauhauptgewerbe (+0,6 Prozent) und im Ausbaugewerbe (+0,2 Prozent) leicht an.