17. Dezember 2010

Bauhauptgewerbe fährt Investitionen zurück

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes investierten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes in Baden-Württemberg im Jahr 2009 erneut weniger im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Jahr 2008 verringerte sich der Wert der Bruttoanlageinvestitionen im Bauhauptgewerbe um zirka 8 Prozent. Das Ausbaugewerbe hingegen zeigte eine stabile Investitionstätigkeit. Dort nahmen die aktivierten Investitionen um über 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.


Dies sind die Ergebnisse der Investitions- und Unternehmenserhebung, in die alle baden-württembergischen Bauunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten einbezogen werden, die jedes Jahr im Juni für das vorausgegangene Geschäftsjahr durchgeführt wird.


Ein detaillierter Blick in die Investitionstätigkeit des Bauhauptgewerbes zeigt, dass – wie im Vorjahr – etwa 90 Prozent der befragten Unternehmen Investitionen in Sachanlagen tätigten; vom Gesamtvolumen her jedoch weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2009 aktivierten die befragten Unternehmen in Maschinen und Anlagen (zum Beispiel Baugeräte) rund 210 Millionen Euro. Das waren knapp 6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei den Investitionen in Immobilien (zum Beispiel Grundstücke mit Geschäfts-, Fabrik-, Wohngebäuden aber auch unbebaute Grundstücke) verzeichnete das Statistische Landesamt eine Abnahme um über 38 Prozent auf jetzt nur noch zirka 11 Millionen Euro. Da sich die Zahl der Beschäftigten kaum veränderte nahm die Investitionsintensität (Investitionen je Beschäftigten) dementsprechend ab. Sie lag im Jahr 2009 im Bauhauptgewerbe bei etwa 4.400 Euro je Beschäftigten. Im Jahr zuvor betrug sie noch fast 4.900 Euro.


Von den meldepflichtigen Unternehmen des Ausbaugewerbes (Bauinstallation, Sonstiges Baugewerbe) meldeten im Jahr 2009 88 Prozent Investitionen in Ausrüstungsgegenstände beziehungsweise Immobilien. Gegenüber 2008 registrierte das Statistische Landesamt im Jahr 2009 mit einem Wert von nahezu 82 Millionen Euro eine in etwa gleiche Investitionstätigkeit. Fast 73 Millionen davon entfielen auf die Ausrüstungsinvestitionen, annähernd 9 Millionen auf die Investitionen in Immobilien. Da bei den Unternehmen des Ausbaugewerbes die Zahl der tätigen Personen etwas stärker zunahm als die Investitionen, sank hier die Investitionssumme je Beschäftigten im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um rund 2 Prozent auf knapp 2.000 Euro.


Im Jahr 2009 wurden die Unternehmen erstmals auch nach ihren Investitionen in beschaffte Software gefragt. Dabei meldeten die befragten Unternehmen des Bauhauptgewerbes Investitionen von fast 1,8 Millionen Euro und die Unternehmen des Ausbaugewerbes investierten im Jahr 2009 knapp 2,6 Millionen Euro in Software.