19. Januar 2011

Laminat-Absatz auf höchstem Niveau

Nach Angaben des Verbandes der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF) haben die 21 ordentlichen Mitgliedsunternehmen im Jahr 2010 weltweit 479 Millionen Quadratmeter Laminat aus europäischer Produktion abgesetzt (Vorjahr: 443 Millionen Quadratmeter). Dies entspricht einer Steigerung des Weltmarktabsatzes im Jahr 2010 um 8,1 Prozent. Besser war der Absatz nur im 2007 mit rund 500 Millionen Quadratmetern.


Die westeuropäischen Kernmärkte der europäischen Laminatbodenindustrie haben sich in Zeiten der Krise stabil verhalten. Hier gibt es sogar ein leichtes Plus zu verzeichnen: Der Absatz ist von 285 Millionen Quadratmeter im Jahr 2009 auf 299 Millionen Quadratmeter im Jahr 2010 gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um 4,9 Prozent.


Deutschland hat 2010 ein leichtes Minus zu verkraften, bleibt aber mit 83 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 85 Millionen Quadratmeter) der größte europäische Einzelmarkt und führt das Ranking der westeuropäischen Märkte an. Neu auf dem zweiten Platz ist die Türkei mit 52 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 36 Millionen Quadratmeter), die in der EPLF-Statistik zu Westeuropa gezählt wird. Dieses Ergebnis ist zum einen auf die türkischen Mitgliedsfirmen des EPLF zurückzuführen, zum anderen aber auch auf das hohe Wirtschaftswachstum in dem Land am Bosporus. Frankreich hat mit 40 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 39 Millionen Quadratmeter) ein leichtes Plus zu verzeichnen und belegt einen guten dritten Platz. Großbritannien fällt mit 29 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 33 Millionen Quadratmeter) auf den vierten Platz zurück, die Niederlande dagegen bleiben mit 21 Millionen (Vorjahr: 21 Millionen Quadratmeter) stabil auf Platz 5.


104 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 97 Millionen Quadratmeter) haben die europäischen Laminatbodenhersteller 2010 in Osteuropa abgesetzt, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 7,2 Prozent. Ein gutes Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass es hier im Jahresvergleich 2008/2009 ein Minus von 25 Prozent gab. Polen ist mit 28 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 29 Millionen Quadratmeter) leicht gefallen, führt das Absatzranking in Osteuropa aber nach wie vor an. Russland ist mit 24 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 17 Millionen Quadratmeter) der zweitgrößte Markt in Osteuropa und geht wieder steil nach oben. Rumänien, das an dritter Stelle steht, bleibt mit 12 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 12 Millionen Quadratmeter) stabil. Auf Platz 4 und 5 liegen die Ukraine und Ungarn.


Nordamerika und Asien sind Absatzmärkte, die größtenteils von regionalen Anbietern bedient werden – auch von EPLF-Mitgliedsfirmen, die über Produktionsstätten vor Ort verfügen. In Nordamerika lag der Absatz 2010 bei 41 Millionen Quadratmeter und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (36 Millionen Quadratmeter) gestiegen. Der größte Anteil entfällt auf den US-amerikanischen Markt, der 2010 mit 24 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 20 Millionen Quadratmeter) für europäische Produzenten wieder etwas mehr Potenzial bot. Auch Kanada hat sich mit 17 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 16 Millionen Quadratmeter) weiter positiv entwickelt. In Asien liegt der Gesamtabsatz der europäischen Hersteller bei rund zehn Millionen Quadratmeter und ist damit leicht gewachsen. Ursächlich dafür sind Märkte wie Israel und Iran, aber auch der chinesische Markt zeigt wieder leichtes Wachstum – bedingt durch Exporte der europäischen Produzenten im Hochwert-Bereich.


Südamerika liegt mit 16 Millionen Quadratmeter (Vorjahr: 11 Millionen Quadratmeter) am unteren Ende der Statistik. Der Absatz verteilt sich hier größtenteils auf die beiden Länder Chile und Mexiko. In Afrika sind Südafrika und Ägypten die interessantesten. Die Absatzmengen sind mit drei Millionen Quadratmeter etwas höher als in Australien und Neuseeland zusammen.