21. Januar 2011

Schufa-Auskunft für Bauherren

Über die Schufa-Unternehmensauskunft haben jetzt Privatpersonen bereits vor einer Geschäftsbeziehung die Möglichkeit, Bonitätsinformationen über ein Unternehmen einzuholen. Damit können Bauherren nach Auskunft des Unternehmens die Solvenz von Baupartnern im Vorfeld einer Auftragsvergabe richtig einschätzen und so zur finanziellen Absicherung des Bauvorhabens beitragen.


Um beim Bau keinen finanziellen Schaden durch insolvente Baupartner wie Architekten, Bauunternehmer, Bauträger oder Fertighaushersteller zu erleiden, so die Schufa, sollte bereits vor Auftragsvergabe die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz und die Seriosität seines Partnerunternehmens überprüft werden.


Hintergrund: Bauherren und Hauseigentümer, die ihre Immobilie sanieren oder modernisieren wollen, werden im Lauf der Bauphase oft mit unvorhersehbaren Problemen konfrontiert. Neben Verzögerungen bei der Bauausführung, die oft zusätzlichen Kosten einhergehen, sorgen hohe finanzielle Belastungen und die Angst vor einer Baupleite der beauftragten Baupartner oftmals für schlaflose Nächte.


Immerhin verzeichnete das Statistische Bundesamt Deutschland im Zeitraum Januar bis Oktober 2010 insgesamt 19.828 Unternehmenspleiten in Deutschland, rund 16 Prozent davon gehen zu Lasten des Baugewerbes. Nahezu jeder fünfte Bauherr hat mit den Auswirkungen von insolventen Baufirmen zu kämpfen. Der für die Bauherren dadurch verursachte finanzielle Schaden beträgt durchschnittlich 15.000 Euro.


Wie lange existiert das Unternehmen? Gibt es laufende Insolvenzverfahren? Wie steht es um die Geschäftszahlen der Firma? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Unternehmensinsolvenz? Antworten auf diese Fragen liefert die Schufa-Unternehmensauskunft für Privatpersonen. Auf dem Verbraucherportal www.meineschufa.de kann sich jeder für einmalig 18,50 Euro registrieren und eine Unternehmensauskunft als PDF-Dokument in wenigen Minuten bequem herunterladen. Die Kosten für diesen Service betragen pro Auskunft 28,50 Euro.


Auch Fragen nach Referenzobjekten oder nach Kontakten zu früheren Bauherren des Baupartners könnten Aufschluss über die Seriosität des Baupartners geben. Generell sollten keine Vorauszahlungen an den Baupartner erfolgen, empfiehlt die Schufa, sondern Abschlags- beziehungsweise Teilzahlungen nach Baufortschritt und mängelfreier Leistung vertraglich festgelegt werden. Bestehe ein Baupartner auf Vorkasse, könne dies schon ein Indiz für eine finanzielle Schieflage des Unternehmens sein. Fließe vorab Geld, sollte der Betrag in jedem Fall über eine Bankgarantie zugunsten des Bauherrn abgesichert werden.