28. Januar 2011

Unternehmen investieren auch in neue Bauten

Die Unternehmen des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes wollen in diesem Jahr nominal rund 9% (real 10%) mehr in neue Bauten und Ausrüstungsgüter investieren als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle ifo Investitionstest. Im Jahr 2010 wurden gut 38 Mrd. Euro in neue Bauten und Ausrüstungen investiert. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 3% (nominal und real).

Differenziert man die Ergebnisse nach Unternehmensgröße, planen 2011 vor allem  größere Unternehmen höhere Investitionsausgaben. Die kleineren Unternehmen, die in ihrer Investitionsplanung flexibler sind als die größeren, haben ihre Ausgaben für neue Bauten und Ausrüstungsgüter schon im Vorjahr kräftig aufgestockt.

Wie bereits 2010 stehen in diesem Jahr Ersatzinvestitionen an erster Stelle (31%). Allerdings verliert dieses Investitionsmotiv - wie in Zeiten reger Investitionstätigkeit üblich - etwas zugunsten von Erweiterungsinvestitionen an Gewicht. In den Planungen für 2011 liegt der Anteil der Erweiterungsmaßnahmen bei 27%.

Abgesehen vom Bergbau planen alle Hauptgruppen des Verarbeitenden Gewerbes Investitionssteigerungen.
Über den ifo Investitionstest
: An der im letzten Quartal 2010 durchgeführten Investitionsbefragung beteiligten sich gut 1800 Unternehmen. Gemessen an den Bruttoanlageinvestitionen repräsentieren die erfassten Unternehmen das Verarbeitende Gewerbe Westdeutschlands zu 49%, gemessen am Umsatz zu 46%. Erhoben wurden neben den Anlagezugängen im Jahr 2010 die Investitionspläne für 2011 sowie die Zielsetzungen der Investitionstätigkeit.