18. Februar 2011

Klimaschutz: Unternehmen gründen Stiftung 2°

Mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung 2° wollen deutsche Unternehmen mit ihren Erfahrungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Gründer der Stiftung sind: Deutsche Bahn, EWE, M + W Group, Otto Group, Puma und Xella. Sie wollen Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit Wissenschaft und Gesellschaft langfristig an konkreten Lösungen für den Klimaschutz arbeiten. Die Stiftung wird ihren Sitz in Berlin und Hamburg haben. Das anfängliche Jahresbudget beträgt 500.000 Euro. Der Stifterkreis ist für weitere engagierte Unternehmen offen.


Die Gründer der Unternehmerstiftung 2° sind sich einig, dass sich auch Unternehmen dauerhaft und verlässlich für effizienten Klimaschutz einsetzen müssen. Die Vorstände und Geschäftsleitungen werden sich persönlich in die Arbeit der Stiftung einbringen. Damit verfügt die Stiftung 2° über einen sehr umfassenden, branchenübergreifenden Wissens- und Erfahrungspool. Die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen ist eine globale Aufgabe, bei der die deutschen Unternehmen mit ihrer Kompetenz und ihrem gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein Vorreiter sein können.


»Klimaschutz«, so Jan Buck-Emden, CEO der Xella Gruppe, »kann nur erfolgreich sein, wenn die Unternehmen aller Wirtschaftssektoren ihre Lösungskompetenz einbringen. Mit der Bündelung unserer Expertise beim Klimaschutz in der Stiftung 2° wollen wir hierfür ein Zeichen setzen.« Vorteilhaft sei dabei vor allem, so der Chef des international agierenden Bau- und Rohstoffunternehmens, dass das Team der Gründungsmitglieder viele sehr unterschiedliche Unternehmensfelder abbildet: »Ich glaube, dass wir in dieser Konstellation ziemlich einmalig sind – zumindest in Deutschland.« Dieser Ansatz sei eine der wesentlichen Motivationen gewesen, die Idee einer Unternehmerstiftung für Klimaschutz mit der Gründung der Stiftung 2° umzusetzen.


Buck-Emden vertritt die Meinung, dass beim Klimaschutz jede Branche und jedes Unternehmen entlang seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten muss. In seinen Augen sind unternehmerisches Handeln und Klimaschutz kein Widerspruch:


»Zwar ist Klimaschutz oftmals mit Investitionen verbunden, aber Maßnahmen zum Klimaschutz und die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens sehen wir als Chance.« Bei Xella wurden durch professionelles Energiemanagement, die Nutzung von Abwärme oder die Einführung neuer Brennstoffverfahren bereits deutlich CO2-Emissionen reduziert. Derzeit wird in eine neue Technologie investiert, die unter Einsatz von Kalk in einem geschlossenen und somit nahezu emissionsfreien Kreislauf die Herstellung von Brenngas aus Sekundärrohstoffen erlaubt. Mit der so gewonnenen Energie können dann Kalköfen betrieben werden.


Aus der Sicht von Xella ist aber besonders wichtig, dass die dämmenden, mineralischen Baustoffe des Unternehmens weltweit für massive Gebäudehüllen eingesetzt werden, durch die der Energieverbrauch eines Gebäudes von Beginn an minimiert wird. Berücksichtigt man die lange Lebensdauer von Wohnbauten wird klar, wie wichtig beispielsweise winterlicher und sommerlicher Wärmeschutz sind, um den Energieverbrauch für das Heizen oder Kühlen von Gebäuden möglichst niedrig zu halten.