18. Februar 2011

Über tausend Passivhaus-Planer zertifiziert

Vier Jahre nach Einführung des Qualifizierungsangebots durch das Passivhaus Institut hat die Zahl der »zertifizierten Passivhaus-Planer« jetzt die Tausender-Marke überschritten. Das Zertifikat kann durch eine Weiterbildung oder durch die Vorlage eines zertifizierten Passivhaus-Bauprojektes erworben werden. Mittlerweile gibt es 46 Kursanbieter, die im In- und Ausland die Qualifikation zum »zertifizierten Passivhaus-Planer« in Zusammenarbeit mit dem Passivhaus Institut durchführen.


Das Angebot der Kurse erstreckt sich von den Methoden zur Planung einer luftdichten Gebäudehülle über die Projektierung der Lüftung bis zur umfassenden Nutzung des PHPP – der Software, die nicht nur eine validierte Energie-Bilanzierung, sondern auch Aussagen zum Sommerverhalten und zur Planungsoptimierung erlaubt.


»Damit versetzen die Kurse die Planer in die Lage, substanziell verbesserte Gebäude zu entwerfen, die schon heute die künftigen Anforderungen der Europäischen Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden für 2020 erfüllen«, betont Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus Instituts.


Für die Aufrechterhaltung des an die Person gebundenen Zertifikates ist alle fünf Jahre ein Nachweis erforderlich. Dies geschieht auf Grundlage eines ausgeführten und zertifizierten Gebäudes. In einer Dokumentation werden alle wesentlichen Aspekte dargestellt, die dieses Gebäude zum Passivhaus machen. Durch die Zertifizierung des Objekts findet eine Qualitätssicherung von unabhängiger, fachlich kompetenter Seite statt.


Der aktuellen Stand und weitere Informationen zu den bisher zertifizierten Personen, zur Prüfungsordnung und zu den von verschiedenen Bildungsträgern angebotenen Kursen finden sich unter www.passivhausplaner.eu.