21. Februar 2011

Bohlens markige Worte treffen Maler

„Es wären Perlen vor die Säue, wenn du Hartz-IV-Empfänger oder Anstreicher wirst. Das wäre doch sch…“ Das sagte Dieter Bohlen in der Sendung "Deutschland sucht den Superstar" und verärgerte damit die Maler. Vor allem in der Maler und Lackierer Innung München regte sich öffentlichkeitswirksam Widerspruch. Ein offener Brief des Mitgliedsbetriebes Reinhold Knoll GmbH führte zu Berichten in lokalen Boulevardzeitungen.

So titelte die tz: „Münchner Maler gehen auf Bohlen los.“ In der " Abendzeitung" wird Geschäftsführer Jürgen Weber zitiert: “Wir sind nicht besonders empfindlich, aber das war zu viel.” Dort kommentierte auch  Obermeister Uli Faßnacht die Auslassungen Bohlens: „Der Begriff Anstreicher ist die schlimmste Beleidigung, die man Malern und Lackierern machen kann. Dieser Beruf ist vielseitig.”

Aber die Münchner Malerinnung weiß, dass die markigen und deftigen Äußerungen von Bohlen zum Konzept der Casting-Show gehört und nutzte die Gelegenheit, in der Presse das Maler- und Lackierhandwerk ins rechte Licht zu rücken. Außerdem gingen die Maler in die Offensive und schrieben an Bohlen einen offenen Brief. Darin heißt es: „Im Zusammenhang mit düsteren beruflichen Perspektiven haben Sie den ‚Anstreicher’ erwähnt. Das gibt uns die Gelegenheit, ein falsches Bild von einem anspruchsvollen Handwerksberuf zurechtzurücken: Deshalb laden wir Sie sehr herzlich in unser Berufsbildungszentrum in München ein. Um Ihnen den vielfältigen und spannenden Beruf des Maler und Lackierers vorzustellen. Sie werden staunen, was Ihnen unsere Auszubildenden an Kreativität und handwerklichem Geschick präsentieren können."

Link zum Artikel bei tz-online