24. Februar 2011

Holzfachhandel erzielt 8,7 Prozent Umsatzzuwachs

Der deutsche Holzfachhandel hat seinen Umsatz im Jahr 2010 um 8,7 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro gesteigert. Noch im Jahr 2009 war ein deutlicher Rückgang des Umsatzes auf 9,5 Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen. Die gute Nachfrage nach Holzprodukten, aber auch zum Teil kräftige Preissteigerungen bei der Beschaffung sind Ursache für den Umsatzanstieg im vergangenen Jahr, teilt der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) mit.


Besonders guten Absatz fanden die baunahen Sortimente des Holzgroßhandels, also Plattenwerkstoffe, Schnittholz und Hobelwaren. Im Gesamtjahr sind Holzwerkstoffe und Hobelwaren um 8 Prozent gestiegen, das Schnittholzsortiment konnte um knapp 7 Prozent zulegen. Neben den gestiegenen Preisen haben eine gute Nachfrage insbesondere durch die Konjunkturprogramme der Bundesregierung und durch steigende Investitionen im Baubereich für den Aufschwung gesorgt. So waren Sortimente für den Innenausbau, Fensterhölzer und Innentüren sehr gefragt. Auch die Sortimentsgruppe Türen konnte um 7 Prozent zulegen.


Ein wachsender Sortimentsbereich im Holzfachhandel ist das so genannte Gartenholz. 2010 konnte hier der Umsatz mit 8 Prozent Wachstum deutlich zulegen. Top-Seller sind Terrassendielen, welche der Holzfachhandel in immer größerer Sortimentstiefe anbietet. Der Umsatz von Holzfußböden ist im Jahr 2010 nicht so deutlich angestiegen und erzielte nur 2 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr.


Insgesamt erwirtschaftete der deutsche Holzgroßhandel deutlich mehr Umsatzwachstum als der Holzeinzelhandel. So haben Holzfachmärkte 2010 eine zum Teil deutliche Zurückhaltung des Konsumenten gespürt. Die Erwartungen für 2011 sind für die gesamte Branche verhalten positiv. »Gute Signale kommen sowohl vom allgemeinen Konsumklima als auch von der Bauwirtschaft. Die Investitionslaune nimmt spürbar zu. Hiervon wird auch der Holzfachhandel mit seinen Sortimenten und seiner Kompetenz profitieren«, erwartet Thomas Goebel, Hauptgeschäftsführer des GD Holz.


Der GD Holz hat aktuell 900 Mitgliedsunternehmen, die über ganz Deutschland verteilt sind. Die Branche beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter. Der Organisationsgrad des GD Holz erreicht nach eigenen Schätzungen 60 Prozent der Unternehmen und 80 Prozent des Branchenumsatzes.