24. Februar 2011

Nichtwohnbau: Neubauvolumen mit 3 Prozent im Plus

Gegenüber dem Vorjahr nahm in Baden-Württemberg im Jahr 2010 die Zahl der im Nichtwohnbau zum Neubau freigegebenen Gebäude um fast 4 Prozent oder rund 140 auf jetzt knapp 4.000 Einheiten zu. Der im Rahmen dieser Neubauvorhaben genehmigte umbaute Raum lag im vergangenen Jahr bei rund 26,3 Millionen Kubikmeter. Das waren rund 3 Prozent oder 0,7 Millionen Kubikmeter mehr als im Krisenjahr 2009.

 

Dies sind erste Ergebnisse der vom Statistischen Landesamt erstellten vorläufigen Bilanz zur Neubaunachfrage im Nichtwohnbau im Jahr 2010, die auf den von den Bauaufsichtsbehörden gemeldeten Baugenehmigungen basieren. Zum Nichtwohnbau zählen beispielsweise gewerbliche Betriebs- und Bürogebäude, Hochbauten der öffentlichen Hand und landwirtschaftliche Betriebsgebäude.

 

Die positive Bilanz im Jahr 2010 resultiert aus der gestiegenen Zahl der Baufreigaben für Unternehmen und private Haushalte als Auftraggeber.

 

Für die im Nichtwohnbau mit großem Abstand wichtigste Bauherrengruppe der Wirtschaftsunternehmen wurde im Jahr 2010 gut 21 Millionen Kubikmeter umbauter Raum zum Neubau freigegeben. Gegenüber dem Jahr 2009 bedeutet dies eine Zunahme um rund 7 Prozent oder 1,4 Millionen Kubikmeter.

 

Bei den privaten Bauherren nahm das genehmigte Neubauvolumen im Nichtwohnbau im Jahr 2010 gegenüber 2009 um zirka 24 Prozent zu.

 

Für neue Gebäude der öffentlichen Bauherren (einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck) wurden in den Monaten Januar bis Dezember 2010 insgesamt rund 2,9 Millionen Kubikmeter umbauter Raum zum Bau freigegeben, nahezu 30 Prozent weniger als 2009. Diesem starken Rückgang ging 2009 allerdings ein nicht weniger starker Anstieg voraus. Im Jahr 2009 war mit 4,1 Millionen Kubikmeter umbautem Raum ein Spitzenwert erreicht worden, der durch die Konjunkturpakete erklärbar ist.

 

Im privaten und im öffentlichen Bereich wurden damit die Werte aus dem Jahr 2008 in etwa wieder erreicht.

 

Die Werte für den genehmigten umbauten Raum für Unternehmen als Bauherren liegen auch nach der Erholung im Jahr 2010 um 30 Prozent unter dem Wert für 2008.