25. Februar 2011

Energieausweise: Unionspolitiker wollen Wahlfreiheit

Politiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben sich für eine vollständige Wahlfreiheit zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweisen auch für kleinere Gebäude mit bis zu vier Wohnungen ausgesprochen. Die kostengünstigeren Verbrauchsausweise sollten demnach künftig für alle Hauseigentümer nutzbar werden. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer, und der zuständige Berichterstatter Volkmar Vogel reagieren damit auf eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).


Das Institut hatte in der Studie 94 Energieausweise überprüft. Beim Vergleich der darin ausgewiesenen Werte mit den tatsächlichen Verbräuchen wurden teils gravierende Unterschiede festgestellt. Die Verbrauchsausweise schnitten dabei besser ab als die vielfach als höherwertig eingeschätzten Bedarfsausweise.


»Es gilt, die Diskriminierung kostengünstiger Verbrauchsausweise gegenüber Bedarfsausweisen abzuschaffen. Die geltende Regelung für kleinere Gebäude ist laut Gutachten unnötig und nicht relevant. Wir wollen eine vollständige Wahlfreiheit zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweisen«, erklären die beiden Unionspolitiker in einer Pressemitteilung.


Eigentümern von Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen dürfe nicht länger die Pflicht zu teuren Bedarfsausweisen auferlegt werden. Das eingesparte Geld könne besser für Investitionen in die Energieeffizienz genutzt werden. So komme man den Klimazielen näher als mit überflüssiger Bürokratie.


Der Pressemitteilung zufolge haben die Baupolitiker der Koalitionsfraktionen nun das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gebeten, zügig Konsequenzen aus der Evaluierung zu ziehen. Das Regelwerk für Energieausweise in der Energieeinsparverordnung solle entsprechend geändert werden.