01. März 2011

Bauvolumen in Europa wird 2011 nicht wachsen

Das Bauvolumen in den 19 Euroconstruct-Ländern dürfte 2011 mit einem Wert von 1,28 Bill. Euro (in Preisen von 2009) minimal unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Entwicklung in den drei Baubereichen - Wohnungsbau, Nichtwohnhochbau, Tiefbau - verläuft dabei uneinheitlich. Während für den Wohnungsbau eine Zunahme um knapp 2 Prozent erwartet wird, dürften der Nichtwohnhochbau (-1 %) und der Tiefbau (-2 %) erneut schrumpfen.

Nicht nur in den Baubereichen sondern auch in den einzelnen Ländern verläuft die Entwicklung unterschiedlich. In Irland und Spanien wird sich die ohnehin schon prekäre Lage 2011 weiter verschlechtern - und zwar in allen drei Teilsegmenten. Daneben sollte in Portugal und Tschechien die Bauproduktion abermals spürbar abnehmen. In den drei osteuropäischen Euroconstruct-Ländern Polen, Ungarn und der Slowakei dürften die Baumaßnahmen in diesem Jahr sichtlich ausgeweitet werden. In Westeuropa konzentriert sich die Erholung auf die vier skandinavischen Länder.

Über Euroconstruct
Das europäische Forschungs- und Beratungsnetzwerk "Euroconstruct" wurde 1975 gegründet. In diesem Verbund kooperieren Institute mit spezifischem Know-How im Bau- und Immobiliensektor aus 15 westeuropäischen sowie vier osteuropäischen Ländern; weitere europäische Länder werden "nachrichtlich" einbezogen. Den Kern der Euroconstruct-Aktivitäten bilden Konferenzen, die zweimal jährlich an wechselnden Orten in Europa veranstaltet werden. Außerdem werden Spezialstudien zu den längerfristigen Perspektiven und zu den Strukturveränderungen im europäischen Bausektor erstellt. Das ifo Institut ist Gründungsmitglied und deutsches Partnerinstitut des Netzwerks.