02. März 2011

1000 Teilnehmer bei den Winterseminaren

Von Januar bis März findet im gesamten Vertriebsgebiet der Schwenk Putztechnik  die traditionellen Winterseminare statt. Über 1000 Besucher erfreuten sich an brandaktuellen Vorträgen aus dem Themenbereich Renovierung und energetische Sanierung.

Die Vertriebsleitung eröffnete die diesjährige Seminarreihe mit einem Blick auf den Markt und konnte dabei ein positives Fazit ziehen. Demnach wird die Modernisierung zwar nach wie vor der Schwerpunkt bleiben, erfreulich ist jedoch, dass durch die steigenden Baugenehmigungen im Wohnungsbau in 2010 der Neubau wieder belebter wird und die Branche mit einem Plus rechnen kann.

Verstöße bei der EnEV gelten als Ordnungswidrigkeit
Traditionell steht zu Beginn des Seminarprogramms der Überblick über Neuerungen bei Normen, Richtlinien und Merkblättern. Die neue Richtlinie zur Herstellung von Fensteranschlüssen und was es dabei für den einzelnen Fachbetrieb im Tagesgeschäft zu beachten gilt, wurde praxisnah beleuchtet.

Ein weiteres Thema war die EnEV 2009 und die Erfahrungen, die bisher mit der neuen Energieeinsparverordnung gemacht wurden – seit Inkrafttreten der EnEV stellten die Fachbetriebe vermehrt Fragen an die Schwenk Bauberatung. Unter anderem führen die Vorgaben für Erweiterungen und Anbauten bei Bestandsgebäuden immer wieder zu Verwirrung. Wird beispielsweise ein Anbau zwischen 15 und 50 m² Fläche realisiert, muss bei der Umsetzung ein U-Wert von 0,24 für die Außenwände erreicht werden. Ist die Fläche des Anbaus größer als 50 m² gelten sogar die Neubaumaßgaben.

 

Bauherr will schnelle Fertigstellung
Innerhalb des Renovierungsmarktes der letzten Jahre lässt sich mit Sicherheit ein Trend erkennen: Ausbau und Modernisierung von Bädern. Entsprechend groß war die Aufmerksamkeit des Publikums während des zweiten Veranstaltungsteils „Putze unter Fliesen“.

Bei der Badrenovierung ist eine engere Abstimmung mit dem Fliesenleger nötig, als dem einen oder anderen Zuhörer bisher klar war. Denn nicht nur der Untergrund, sondern auch die Fliese und – noch wichtiger – der Fliesenkleber beeinflussen letztendlich die Wahl des richtigen Unterputzes. Im Gegenzug entscheidet maßgeblich die Belegreife des Unterputzes über das Weiterarbeiten und damit die rasche Fertigstellung des Bauvorhabens. Zeit ist hier der entscheidende Faktor für den Bauherren. Schließlich ist es seine oberste Priorität, den Sanitärbereich möglichst rasch wieder nutzen zu können.

Entsprechend bietet die Putztechnik nun eine Lösung an, die für genau diese Anforderungen maßgeschneidert ist. Der neue Renovierputz Rapid RP der Marke Strasser eignet sich für viele bei der Badrenovierung anfallende Arbeiten wie das Verfüllen von Schlitzen und das Setzen von Schienen. Als Unterputz ermöglicht der Rapid RP eine Belegung mit Fliesen innerhalb von vier Stunden.

Aufdoppelung – ein Markt mit Chancen und Risiken
Gastreferent Dr. Bodo Buecher, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, schaffte es, sich gleich zu Beginn seines Doppelreferates die volle Aufmerksamkeit zu sichern: „Bis 2006 wurden ca. 500 Millionen m² WDVS verlegt, die heute nicht mehr den Vorgaben entsprechen. Das ist ein gigantischer Markt für Aufdoppelungen.“ Der Experte für WDVS klärte anschaulich über die sich hierbei ergebenden Probleme auf. Denn nicht nur die Anforderungen an die Dübeleignung des Untergrundes gelte es zu berücksichtigen: „Bei der fachgerechten Renovierung bestehender WDVS sind vor allem die sehr umfangreichen Anforderungen an das Altsystem zu beachten“, wusste Dr. Buecher. Diese seien auf jeden Fall durch einen Sachkundigen zu prüfen. Eine zentrale Rolle spiele dabei der Dämmstoff selbst; denn „EPS ist im Normalfall unkompliziert, Mineralwolle problematischer.“ Im zweiten Teil seines Vortrags ging es Dr. Buecher darum, möglichst plastisch anhand von Fallbeispielen und Schadensbildern über Gefahren und Risiken bei der Anbringung des neuen Systems aufzuklären, um eben diese Schäden in der Praxis zu vermeiden. Dazu verdeutlichte der Sachverständige die Grundlagen hinsichtlich der richtigen Verklebung, Detailanschlüsse, Durchdringungen und Gerüstbefestigung.