04. März 2011

5,7 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen in NRW

Im Jahr 2010 stellten bei den nordrhein-westfälischen Amtsgerichten 11.521 Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,7 Prozent mehr als 2009 (damals: 10.895 Unternehmensinsolvenzen). Einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen haben die Statistiker zum Jahresende 2010 beobachtet (Oktober bis Dezember 2010: –7,2 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2009).


Neben den Unternehmen beantragten im vergangenen Jahr 28.265 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 26.329 Fällen um Verbraucherinsolvenzen; das waren 7,9 Prozent mehr als 2009 (damals: 24.397). Bei den übrigen 1.936 Fällen handelte es sich unter anderem um ehemals Selbstständige, die nicht eindeutig zugeordnet werden konnten.


Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen war 2010 mit 39.786 um 6,1 Prozent höher als im Vorjahr. Die hieraus resultierenden Forderungen summieren sich auf voraussichtlich 14,3 Milliarden Euro.


Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Insolvenzverfahren auch Fälle erfasst sind, bei denen der Unternehmenssitz außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegt, die Insolvenzabwicklung jedoch an einem nordrhein-westfälischen Amtsgericht erfolgt. Bei den im Jahr 2010 betroffenen 76 Unternehmen waren 526 Personen beschäftigt; die Gläubigerforderungen summierten sich hier auf 688,4 Millionen Euro.