14. März 2011

Jüdisches Gemeindezentrum in Mainz erhält Fassadenpreis

Am 10. März hat der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF) den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Fassadenpreis 2011 für VHF an Manuel Herz Architekten Köln/Basel für das neue Jüdische Gemeindezentrum in Mainz verliehen. Synagoge und Gemeindezentrum wurden mit einer Keramikfassade bekleidet, die mit gegeneinander verlegten und versetzten Keramikelementen eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten war und in dieser Art nur als VHF ausgebildet werden konnte. Die unabhängige Jury überzeugte das starke, symbolhafte Gesamtkonzept, das dem Anspruch der Bauaufgabe in besonderer Weise gerecht werde.


Eine Auszeichnung ging jeweils an Harter + Kanzler; Freie Architekten, Freiburg, für den Erweiterungsneubau des Inda-Gymnasiums in Aachen sowie an msah M. Schneider A. Hillebrandt Architektur, Köln, für das Projekt »Metallwerkstück«, einen Firmensitz in Bad Laasphe.


Erstmals fand die Preisverleihung zum Deutschen Fassadenpreis für VHF im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt statt. Siegfried Moll, Vorstand Kommunikation des FVHF, überreichte die Urkunden und FVHF- Plaketten an die anwesenden Architekten und erstmals auch an deren Bauherren.


Im Vorfeld hatte die Jury unter 191 Einreichungen acht Nominierungen ausgesprochen. Neben dem Deutschen Fassadenpreis 2011 für VHF und den beiden Auszeichnungen sprach die Jury noch fünf Anerkennungen an folgende Büros aus:

  • Adam Architekten, München;
    Projekt: Max-Plank-Institut für Ornithologie
  • Brückner & Brückner Architekten, Würzburg;
    Projekt: Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum Altötting
  • Hille Architekten BDA, Ingelheim;
    Projekt: Neubau Gemeindezentrum Ginshein-Gustavsburg
  • Karo Architekten, Leipzig;
    Projekt: Lesezeichen Salbke
  • Schneider und Schumacher; Architekturgesellschaft, Frankfurt;
    Wohn- und Geschäftshaus Royal, Frankfurt


FVHF Plakette für ausgezeichnete Architektur
Erstmals honorierte der Fachverband Architekten und Bauherren mit einer eigens von der Berliner Architektin Astrid Bornheim gestalteten FVHF-Plakette für ausgezeichnete Architektur. Sie symbolisiert das System der vorgehängten hinterlüfteten Fassade.


Der mit 10.000 Euro dotierte Deutsche Fassadenpreis 2011 für VHF wird vom Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden alle zwei Jahre ausgelobt. Mit der Preisverleihung im März honorierte der Fachverband damit zum neunten Mal beispielhafte Projekte mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden.


Alle acht Projekte werden unter www.fvhf.de/projekte/ vorgestellt.