16. März 2011

Handwerk in Baden-Württemberg steigert Umsatz

Das zulassungspflichtige Handwerk Baden-Württembergs hat nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes das Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr beendet. Während das Ausbaugewerbe einen Zuwachs von 3,5 Prozent verzeichnete, musste das Bauhauptgewerbe einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent hinnehmen. Die Zahl der Beschäftigten im zulassungspflichtigen Handwerk verringerte sich im Jahr 2010 um 1,4 Prozent.


Zum Vergleich: In Deutschland insgesamt lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk 0,6 Prozent über dem Vorjahr, die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich um 0,9 Prozent.


Nach Ergebnissen der Handwerksberichterstattung des Statistischen Landesamtes zeigte die Umsatzentwicklung in Baden-Württemberg im Jahr 2010 für die einzelnen Gewerbegruppen ein heterogenes Bild. Den größten Umsatzzuwachs konnten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (11,6 Prozent) vermelden, nachdem hier im Jahr 2009 die Wirtschaftskrise die stärksten Einbrüche verursacht hatte. Weitere Umsatzsteigerungen verzeichneten das Ausbaugewerbe (3,5 Prozent) sowie das Lebensmittelgewerbe (1,7 Prozent). Einen Umsatzrückgang verbuchte das Kraftfahrzeuggewerbe mit minus 6,4 Prozent; zu beachten ist hierbei, dass im Jahr 2009 dieses Gewerbe von der Einführung der »Abwrackprämie« profitieren konnte. Weitere Umsatzrückgänge zeigten die Handwerke für den privaten Bedarf (–0,7 Prozent), das Bauhauptgewerbe (–0,5 Prozent) sowie das Gesundheitsgewerbe (–0,4 Prozent).


Beschäftigtenzahlen
Personal wurde im zulassungspflichtigen Handwerk im Jahr 2010 weiterhin in fast allen Gewerbegruppen eingespart. Lediglich das Gesundheitsgewerbe weist einen Beschäftigtenzuwachs von 0,8 Prozent auf. Das Bauhauptgewerbe (–0,3 Prozent) und das Ausbaugewerbe (–0,9 Prozent) liegen mit ihrem Beschäftigtenrückgang unter dem Durchschnitt. Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf verzeichneten mit 3,1 Prozent den stärksten Personalabbau. Die Handwerke für den privaten Bedarf und das Kraftfahrzeuggewerbe weisen Kürzungen von minus 2,0 beziehungsweise 2,4 Prozent auf.