25. März 2011

Gute Witterung verschafft Baugewerbe guten Start

Die guten Witterungsbedingungen zum Jahresbeginn haben für positive Werte bei Produktion, Umsatz, Auftragseingang und Beschäftigung gesorgt. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lagen im Januar der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe nominal um 29,3 Prozent und der Auftragseingang um 10,3 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten. Die Zahl der Beschäftigten legte um 2,0 Prozent zu.


Der Hauptverband warnt allerdings davor, diese Zahlen bereits als Trend für das gesamte Jahr zu interpretieren. Der Vergleichsmonat Januar 2010 war durch einen massiven Wintereinbruch und äußerst schlechte Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Entsprechend waren im Vorjahr sowohl Auftragseingang (–5 Prozent) als auch vor allem der Umsatz (–20 Prozent) deutlich zurückgegangen. Zudem entfallen im langfristigen Durchschnitt nur 4,5 Prozent des Jahresumsatzes auf den Januar, was die Aussagekraft der Daten ebenfalls abschwächt.


Triebfeder der Entwicklung im Januar war einmal mehr der Wohnungsbau, der sowohl beim Auftragseingang (+39,9 Prozent) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+41,9 Prozent) die höchsten Wachstumsraten aufwies. Hier schlagen sich die deutlich gestiegenen Baugenehmigungen aus dem Vorjahr nieder.


Positiv war auch die Entwicklung im Wirtschaftsbau. Auftragseingang (+22,5 Prozent) und baugewerblicher Umsatz (+22,4 Prozent) legten mit der gleichen Rate deutlich zu. Angesichts der rückläufigen Genehmigungszahlen im Vorjahr erscheint hier die weitere Entwicklung aber noch unsicher.


Gespalten war das Bild im Öffentlichen Bau. Während der Umsatz um 24,0 Prozent zulegte, ging der Auftragseingang um 13,6 Prozent zurück. Damit setzt sich bei der Ordertätigkeit die schwache Entwicklung des zweiten Halbjahres 2010 nahtlos fort.