01. April 2011

Baden-Württemberg: Bauleistungspreise ziehen an

Die gesamtwirtschaftliche Erholung schlägt sich jetzt erkennbar auf die Entwicklung der Bauleistungspreise im Südwesten nieder. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen im 1. Quartal 2011 (Berichtsmonat Februar) die Preise für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent. Dies war der höchste Anstieg seit dem 3. Quartal 2008. Gegenüber dem 4. Quartal 2010 stiegen die Bauleistungspreise insgesamt um 1,2 Prozent.


Der Schwerpunkt bei den Preisanstiegen lag im aktuellen Quartal bei den Rohbauarbeiten, deren Zunahme binnen Jahresfrist mit 3,7 Prozent deutlich über der Gesamtentwicklung langen. Spürbare Anstiege verzeichneten insbesondere Klempnerarbeiten (11,9 Prozent), Stahlbauarbeiten (7,2 Prozent) und Zimmer- und Holzbauarbeiten (7,1 Prozent). Hier haben sich auch die angestiegenen Rohstoffpreise insbesondere für Stahl deutlich niedergeschlagen. Rückläufig waren die Preise dagegen bei den Erdarbeiten.


Die Preise für Ausbauarbeiten stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3 Prozent. Hier legten vor allem die Preise für Metallbauarbeiten (5,8 Prozent) und für Nieder- und Mittelspannungsanlagen (5,0 Prozent) spürbar zu. Auch Arbeiten für Gas-, Wasser und Entwässerungsanlagen verteuerten sich merklich um 3,3 Prozent. Gegenüber dem 4. Quartal 2010 erhöhten sich die Preise für Rohbauarbeiten um 1,5 Prozent. Auch hier verzeichneten die Klempnerarbeiten (3,9 Prozent) einen deutlichen Preisanstieg. Bei den Ausbauarbeiten stiegen die Preise um 1,1 Prozent.


Einen noch deutlicheren Preisanstieg gab es bei Bauleistungen für den Nichtwohnungsbau. So stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal die Bauleistungspreise bei Gewerblichen Betriebsgebäuden um 3,6 Prozent an, bei Bürogebäuden um 3,2 Prozent. Beim Straßenbau stiegen die Preise mit 0,6 Prozent eher moderat. Auch bei den Ortskanälen war der Preisanstieg nicht ganz so stark (1,4 Prozent).