01. April 2011

Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe gescheitert

Die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe sind in der dritten Runde gescheitert. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände der Bauwirtschaft, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) konnten sich nicht auf eine Lohnerhöhung sowie auf eine Angleichung der Mindestlöhne in Ost und West einigen. Der frühere Bundesarbeits- und -wirtschaftsminister Wolfgang Clement wurde bereits als Schlichter bestellt.


Für die rund 700.000 Beschäftigten am Bau hatte die IG BAU ein Einkommensplus in Höhe von 5,9 Prozent sowie die Anhebung der Mindestlöhne in gleicher Höhe gefordert. Zudem strebt die IG BAU Angleichungsschritte der Einkommen Ost an West an.


Die Arbeitgeber hatten eine Einkommenserhöhung um 2,5 Prozent in einem ersten Schritt ab 1. April 2011 und eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent in einem zweiten Schritt ab 1. April 2012 angeboten.


Über den Weg der Angleichung der Entgelte der Tarifgebiete West und Ost konnte kein Einvernehmen gefunden werden.