26. April 2011

Sto AG: Konzernumsatz um 6,6 Prozent gestiegen

Die Sto AG entwickelte sich trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2010 erfolgreich. Der Konzernumsatz nahm um 6,6 Prozent auf 986,0 Millionen Euro zu. Hauptgrund für die positive Entwicklung war die gute Nachfrage nach Fassadendämmsystemen in Ländern, in denen entsprechende Investitionen aus energiepolitischen Gründen gefördert werden und ein hohes Umweltbewusstsein herrscht. Hinzu kamen Konjunkturpakete in verschiedenen Regionen. Von diesen Tendenzen konnte Sto als Fassadenspezialist profitieren. Der Inlandsumsatz stieg um 8,6 Prozent auf 489,2 Millionen Euro.


Deutliche operative Zuwächse wurden darüber hinaus insbesondere in Frankreich und Österreich realisiert. Damit war Sto in der Lage, die Rückgänge anderer Tochtergesellschaften – vor allem in Osteuropa und in den USA – mehr als auszugleichen. Per saldo erhöhte sich der Auslandsumsatz um 4,8 Prozent auf 496,8 Millionen Euro. Der Anteil des internationalen Geschäfts am Konzernvolumen verringerte sich von 51,3 Prozent auf 50,4 Prozent.


Währungsveränderungen trugen 2010 insgesamt 17,9 Millionen Euro zum Umsatzwachstum bei. Der um diesen Effekt bereinigte Umsatzanstieg lag bei 4,7 Prozent.


Durch die über den ursprünglichen Erwartungen liegende Zunahme des Geschäftsvolumens konnten die ergebnisbelastenden Auswirkungen aus den deutlichen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Handelswaren sowie aus den höheren Personalaufwendungen aufgefangen werden. Aus diesem Grund verbesserte sich das operative Konzernergebnis EBIT 2010 um 4,0 Prozent auf 85,6 Millionen Euro, der Jahresüberschuss nahm um 4,7 Prozent auf 58,2 Millionen Euro zu.


Finanzlage
Die Finanzlage des Sto-Konzerns stellte sich 2010 ebenfalls wieder positiv dar. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 93,0 Millionen Euro zwar unter dem Vorjahreswert von 113,2 Millionen Euro, bewegte sich aber weiter auf hohem Niveau. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Jahresende 85,0 Millionen Euro (Vorjahr: 106,7 Millionen Euro). Nach Berücksichtigung der Finanzverbindlichkeiten ergab sich per 31. Dezember 2010 ein Netto-Finanzguthaben von 40,8 Millionen Euro.


Auf Basis der soliden Ertrags- und Finanzlage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Juni 2011 vor, wieder eine Dividende von 0,31 Euro je Vorzugsaktie und von 0,25 Euro je Stammaktie auszuschütten. Hinzu kommt ein von 2,06 Euro auf 3,06 Euro erhöhter Bonus je Aktie.


Investitionen
Die Sto AG investierte im Berichtsjahr konzernweit 18,2 Millionen Euro (Vorjahr: 20,3 Millionen Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Zu den Investitionsschwerpunkten gehörte das Projekt »Retrofit«, mit dem ältere Produktionsanlagen der Sto AG durch zahlreiche Einzelmaßnahmen auf den neuesten technologischen Stand gebracht werden. Darüber hinaus flossen erhebliche Mittel unter anderem in die Modernisierung der Flurfördertechnik sowie in den Erwerb weiterer Lizenzen für das Software-System SAP.


Mitarbeiter
Ende des Geschäftsjahres 2010 beschäftigte der Sto-Konzern insgesamt 4.249 Mitarbeiter nach 4.145 Personen am Vorjahresstichtag (+2,5 Prozent). Von der Gesamtbelegschaft waren im Inland 2.358 Arbeitnehmer für Sto tätig, was einem Zuwachs von 45 Personen (+1,9 Prozent) entsprach. Außerhalb Deutschlands nahm die Mitarbeiterzahl von 1.832 auf 1.891 Personen zu (+3,2 Prozent). Damit lag der Auslandsanteil an der Konzernbelegschaft bei 44,5 Prozent nach 44,2 Prozent im Vorjahr.


Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2011 geht die Sto AG von einem moderaten Anstieg beim Konzernumsatz um rund 3 Prozent auf etwa 1.015 Millionen Euro aus. Zu diesem Zuwachs werden aus heutiger Sicht vor allem wieder die Märkte in Deutschland und Frankreich beitragen. In Nord- beziehungsweise Osteuropa wird in der Summe mit einem leichten Plus gerechnet, die USA sollten sich stabilisieren.


Beim operativen Konzernergebnis EBIT wird Sto das 2010er-Niveau voraussichtlich nicht erreichen. Vor allem weiter kräftig steigende Rohstoffpreise und eine nochmalige spürbare Erhöhung der Personalkosten werden die positiven Ertragsauswirkungen des leicht größeren Geschäftsvolumens mehr als kompensieren. Der nach wie vor große Druck auf die Absatzpreise könnte sich ebenfalls ungünstig auswirken.