29. April 2011

Bautarife: Arbeitgeber stimmen Schiedsspruch zu

Die Arbeitgeberverbände des Bauhauptgewerbes - der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes - stimmen dem im Bau-Tarifkonflikt verkündeten Schiedsspruch zu. Er tritt damit in Kraft. Der vom Schlichter, dem ehemaligen Bundeswirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement, gefällte Schiedsspruch sieht bei einer 24-monatigen Laufzeit ab dem 1. April 2011 eine Erhöhung der Entgelte in zwei Schritten vor. Danach steigen im Westen die Löhne und Gehälter um 3,0 und 2,3 Prozent (1. Mai 2011 beziehungsweise 1. Juni 2012), im Osten um 3,4 und 2,9 Prozent (1. Juni 2011 beziehungsweise 1. August 2012). Gleichzeitig werden die Mindestlöhne in Ost und West angepasst und eine Komponente zur Alterssicherung eingeführt.


Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, der Vizepräsident Sozialpolitik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Dipl.-Ing. Klaus Hering, erklärte: »Es ist im Schlichterspruch gelungen, die Interessen von Ost und West zu berücksichtigen und dabei die Belastung insbesondere für die Ost-Unternehmen im Rahmen zu halten. Hier konnten die Arbeitgeber ihre Position weitgehend durchsetzen.«


Hering betonte, dass insbesondere die Angleichung der Mindestlöhne ein Erfolg der Tarifrunde ist. Durch die Erhöhung des Ost-Mindestlohns um 25 Cent in zwei Stufen sei ein weiterer wichtiger Schritt getan, um die Ost-West-Schere zu schließen.