09. Mai 2011

Nordrhein-westfälisches Handwerk im Stimmungshoch

Eine sehr gute Stimmung kann das aktuell erschienene Konjunkturbarometer des Westdeutschen Handwerkskammertags bei den nordrhein-westfälischen Handwerksunternehmen verzeichnen. Das belegt der aktuelle Geschäftsklimaindex, der mit nun 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem Überwinden der Finanzmarktkrise deutlich (75 Prozent) und gegenüber dem vergangenen Herbst (86 Prozent) nochmals zulegte. Sowohl das Bauhauptgewerbe als auch das Ausbaugewerbe liegen mit einem Geschäftsklimaindex von 90 Prozent an der Spitze aller Branchen.


Der Boom im Baugewerbe, das mit den beiden Gruppen Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe wegen seiner Größe für das Gesamthandwerk prägend ist, hat mit einer aktuell guten Auftragslage im Wohnungsbau und im Wirtschaftshochbau zu tun. Vor allem das Sanierungsgeschäft boomt und dürfte sich vor dem Hintergrund der aktuellen energie- und klimapolitischen Debatte weiterhin gut entwickeln. Angesichts der Finanzprobleme der öffentlichen Haushalte dürfte sich jedoch die Situation im öffentlichen Hoch- und Tiefbau in der Zukunft schwieriger gestalten.


Die Geschäftslage hat sich in beiden Gruppen innerhalb eines Jahres deutlich verbessert. Die Beschäftigungssituation wird derzeit von den Betrieben als recht ausgeglichen beschrieben, im Saldo erwarten die Betriebe aber für die Zukunft eine leichte Aufwärtsentwicklung. Recht optimistisch sind die Betriebe hinsichtlich der weiteren Entwicklung von Umsatz, Auftragslage und Verkaufspreisen. Saisonale Einbußen fielen im Bauhauptgewerbe wegen des milden Winters diesmal deutlich geringer aus, was nach Brancheninformationen an den im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich höheren Bruttolohnsummen im Januar und Februar ablesbar ist.


Die aktuelle Ausgabe des WHKT-Konjunkturbarometers mit dem Titel »Gutes Ergebnis noch einmal leicht gesteigert: Das nordrhein-westfälische Handwerk bleibt im Stimmungshoch« kann als PDF-Datei unter www.handwerk-nrw.de/konjunkturbarometer.html heruntergeladen werden.