12. Mai 2011

Mörtelindustrie: Tag der Arbeitssicherheit

Noch immer ist die Baustoffindustrie der Spitzenreiter bei der Zahl der Arbeitsunfälle und liegt damit sogar noch vor dem Bergbau. Mit dem „Arbeitssicherheitstag“ steuert der Industrieverband WerkMörtel (IWM) dagegen.

Gastgeber für den 2. IWM Arbeitssicherheitstag war wieder die Firma Haver & Boecker in Oelde. Dr. Reinhold Festge, geschäftsführender Gesellschafter, begrüßte die mehr als 50 Teilnehmer aus den führenden deutschen Trockenmörtelunternehmen. "Frühes Sinnbild für die Arbeitssicherheit sind die unter Tage mitzuführenden Grubenlampen. Sie funktionieren mit Drahtgewebe von Haver & Boecker", erinnerte Dr. Festge an die Gründerzeit des Unternehmens, das heute einer der wichtigsten Anlagenbauer für die Mörtelindustrie ist.

"Explosionsschutz im Trockenmörtelwerk" - was für Laien eher unwahrscheinlich klingt, führt in der Praxis häufig zu verheerenden Unfällen und Bränden. Wo in Trockenmörtelwerken die Gefahren lauern und wie sie beherrscht werden können, wurde in mehreren Vorträgen anhand von praktischen Beispielen eingehend beleuchtet.

Der sichere Umgang mit Silos, die EU-Maschinenrichtlinie und die Vermeidung von Quarzfeinstaub waren weitere Themen der Veranstaltung.

Axel Bachmann, Leiter der IWM Arbeitsgruppe Anlagen und Betriebstechnik, zog ein positives Fazit: "Mit dem Arbeitssicherheitstag unterstützen wir die Unternehmen dort, wo es um Sicherheit und Gesundheit geht. Von der engen Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften und den Anlagenherstellern profitieren alle." Besonders gut kam bei den Teilnehmern an, dass die Informationen für sie maßgeschneidert waren. "Auch beim Thema Arbeitssicherheit ist der IWM gut vernetzt und nah an der betrieblichen Praxis - moderne Verbandsarbeit also, mit hohem Nutzen für die Mitglieder", stellte IWM-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers abschließend fest.

11-05-12 IWM Ausbau und Fassade - Mörtelindustrie: Tag der Arbeitssicherheit

Mehr als 50 Teilnehmer der führenden deutschen Trockenmörtelhersteller stellten sich ihrer Verantwortung und informierten sich aus erster Hand über notwendige Arbeitssicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben. (Fotos. IWM)