23. Mai 2011

Wohnungsbau in Baden-Württemberg legt über 30 Prozent zu

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden in Baden-Württemberg in den ersten drei Monaten 2011 rund 6.900 Wohnungen in neu zu errichtenden Wohngebäuden (einschließlich Wohnheimen) zum Bau freigegeben. Das waren über 31 Prozent mehr Genehmigungen als ein Jahr zuvor.


Die Betrachtung der Bauherrengruppen zeigt, dass sowohl die privaten Haushalte als auch die Wirtschaftsunternehmen und die öffentlichen Bauherren (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck) zur gesteigerten Baunachfrage im Wohnungsneubau beigetragen haben.


Mit fast 4.000 zum Bau freigegebenen Wohnungen in neuen Wohngebäuden verzeichneten die privaten Bauherren eine Steigerung von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil an allen Baugenehmigungen beträgt über 56 Prozent.


Mit 2.800 Wohnungen und einem Anteil von annähernd 41 Prozent folgen die Unternehmen (einschließlich Wohnungsbauunternehmen). Sie können eine Steigerung von rund 33 Prozent verzeichnen.


Die öffentliche Hand trägt mit gut 200 Wohnungen nur 3 Prozent zu allen Baugenehmigungen bei. Das bedeutet in diesem Fall eine Steigerung fast um den Faktor 5 gegenüber dem 1. Quartal 2010.


Bestimmt wird der Zuwachs durch die erhöhte Wohnungsbaunachfrage beim Bau von Einfamilienhäusern und im Geschosswohnungsbau.


Im Einfamilienhausbau, in dem in den Monaten Januar bis März 2011 zirka 3.000 Wohnungen neu genehmigt wurden, lag das Ergebnis um nahezu 36 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.


Für Mehrfamilienhäuser meldeten die Baurechtsämter im Land für den gleichen Zeitraum rund 2.800 Baufreigaben an das Statistische Landesamt. Dadurch ergab sich bei diesem Gebäudetyp ein Plus von fast 29 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2010.


Mit über 770 genehmigten Wohnungen in Wohngebäuden mit zwei Wohnungen ist für diesen Gebäudetyp die Zahl der Baufreigaben in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals geblieben.


Dazu kommen über 300 Wohnungen, die beim Neubau von Wohnheimen entstehen sollen.


Für Wohnungen, die durch Baumaßnahmen im vorhandenen Wohn- und Nichtwohngebäudebestand neu entstehen sollen, wurden im 1. Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal etwas weniger Baufreigaben festgestellt. Annähernd 560 zum Bau freigegebene Wohnungen bedeuten im Vergleich zum 1. Quartal 2010 ein Minus von rund 4 Prozent.