06. Juni 2011

Gebäudeenergieberater und Klimakampagne kooperieren

11-06-06%20GIH%20DBU1 Ausbau und Fassade - Gebäudeenergieberater und Klimakampagne kooperieren
Kooperation besiegelt (v.l.): GIH-Vorsitzender Jürgen Hofmann, Julia Zedler, Mitarbeiterin »Haus sanieren – profitieren«, und GIH-Vorstandsmitglied Dieter Bindel. (Foto: Roland Popp)
Der Bundesverband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure und Handwerker (GIH) und die Klimaschutz- und Beratungskampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) »Haus sanieren – profitieren« wollen künftig kooperieren. Anlässlich des GIH-Bundeskongresses ist am 3. Juni in Berlin wurde die Partnerschaft fest gemacht.


»Eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem GIH nach dem Deutschen Handwerk ist für unsere Kampagne sehr wichtig. Wir freuen uns über diesen weiteren Partner«, sagte Julia Zedler, Kampagnen-Regionalbetreuerin für den norddeutschen Raum. Gerade bei sanierungswürdigen Gebäuden sei es wichtig, das Wirken von Partnern mit denselben Zielen zu bündeln, die Sanierungsrate zu steigern und so zum Klimaschutz beizutragen.


Zedler zeigte in ihrem Vortrag zum Kongress die Gemeinsamkeiten beider Einrichtungen auf: Den Klimaschutz über die Gebäudesanierung voran bringen und dabei die Hausbesitzer aufklären zu wollen. »Das fördert die DBU mit ihrer Initiative und dem kostenlosen Energie-Check, den Handwerker am Haus durchführen, bereits seit vier Jahren.«


»Der GIH unterstützt die Zusammenarbeit mit Institutionen des Handwerks. Deshalb freuen wir uns umso mehr, mit der DBU-Kampagne zusammen zu arbeiten, der sich eben auch diese Fachkräfte angeschlossen haben«, betonte Dieter Bindel vom Bundesvorstand des GIH.


Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit sollen der ratsuchende Hausbesitzer und dessen Information zur energetischen Gebäudesanierung stehen. Der kostenlose Energie-Check der DBU-Kampagne sei ein erster Schritt, den Besitzern von sanierungswürdigen Ein- und Zweifamilienhäusern aufzuzeigen, was ihr Haus im wahrsten Sinne des Wortes hergebe, so Zedler. Diese Erstkontrolle ersetze keine fachliche Energieberatung. Diese solle von den GIH-Energieberatern an den Check angeschlossen werden.


Qualifizierung von Fachkräften

Auch der Fachkräftebedarf bei der energetischen Gebäudesanierung sei ein Thema beider Partner. Man könne hohe Energieeffizienz nur durch qualifizierte Beratung und sichere Empfehlungen erreichen. »Das muss vor Ort am Gebäude und mit unabhängigen Partnern wie nun auch den Energieberatern des GIH geschehen«, betonte Zedler.


Dem Bundesverband sind elf Landesverbände mit bundesweit 2.000 Mitgliedern angeschlossen. In der DBU-Kampagne sind rund 11.000 Mitglieder darin geschult, den kostenlosen Energie-Check an Ein- und Zweifamilienhäusern durchzuführen. Knapp jeder zweite kostenlose Erst-Check führt zu einem Auftrag im Handwerk.


Kostenlose Energie-Checks lösen Investitionen aus

Seit dem Kampagnenstart wurden rund 215.000 kostenlose Energie-Checks bundesweit durchgeführt. Rund 230 Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Fachverbände bieten Kampagnen-Seminare für ihre Betriebe an. Hochgerechnet über die bisherige Laufzeit der Kampagne flossen insgesamt 2,4 Milliarden Euro an Investitionen in den Gebäudebereich, und rund 320.000 Tonnen Kohlendioxid konnten eingespart werden. Etwa 71.000 Energieberatungen konnten initiiert werden.