12. Juli 2011

Denkmalschutz im Überblick

Ob Mehrfamilienhaus mit Jugendstil-Fassade oder historischer Klinkerbau - die Modernisierung eines Denkmals ist an Auflagen gebunden. Ein Überblick für denjenigen, der mit gebauten Kulturgütern zu tun hat.

Was regelt den Denkmalschutz?
Denkmalschutz ist Sache der Bundesländer. Jedes Land hat sein eigenes Gesetz, das dem Erhalt des Kulturerbes dient. "Wer ein Denkmal sanieren oder umbauen will, muss die einzelnen Maßnahmen deshalb vor der Ausführung genehmigen lassen. Zuständig dafür ist die untere Denkmalschutzbehörde", sagt Isabell Gusinde von der BHW Bausparkasse. Die zuständige Behörde ist auf Ebene der Kommunen oder Kreise angesiedelt, oft beim Bau- oder Kulturamt. Denkmalbesitzer erfahren hier, welche Auflagen sie unter anderem zu erfüllen haben.

Welche Gebäude sind schützenswert?
Alle Gebäude oder Gebäudeteile, die nach den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes in die Denkmalliste eingetragen sind. "Das kann das Siedlungshaus der Nachkriegszeit ebenso sein wie ein Fachwerkhaus", so die BHW-Expertin. Die Liste führt die Denkmalschutzbehörde.

Was ist Milieuschutz?
Milieuschutz ist kein rechtlich definierter Begriff. Er gilt der ortsansässigen Bevölkerung. Droht zum Beispiel an einem Kurort die Umwandlung zahlreicher Wohnungen in Ferienappartements, kann die Gemeinde Auflagen erlassen. Rückbauten, Umbauten und Änderungen der Gebäudenutzung bedürfen dann ihrer Zustimmung.