19. Juli 2011

Baugewerbe: Wohnungsbau und Wirtschaftsbau weiter lebhaft

Die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für Juni 2011 zeigt, dass die Geschäftslage auch im Juni im Wohnungsbau am besten beurteilt wird. Per Saldo bleibt die Einschätzung im gewerblichen Bereich ebenfalls positiv, wobei es zum Vormonat keine weitere Verbesserung gab. Unbefriedigend bleibt dagegen die Lage im öffentlichen Bau.

Die Ordertätigkeit hält im Wohnungsbau das in den Vormonaten erreichte gestiegene Niveau. Der Wirtschaftsbau kann von der positiven konjunkturellen Entwicklung weiter profitieren. Hier wird von steigender Nachfrage berichtet. Zum öffentlichen Bau nehmen die Auftragnehmer keine veränderte Nachfrage im Vergleich zu den Vormonaten wahr.

Die Bautätigkeit bleibt im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau belebt. Im öffentlichen Bau fehlen neue Impulse, so dass die Bautätigkeit auf Vormonatsniveau verbleibt.

Die Beschäftigung wird saisontypisch gestiegen bewertet.

Die Auftragsbestände sind im Hochbau in den alten Ländern nicht weiter angestiegen und halten bei 2,6 Monaten (Vormonat 2,7 Monate). Im Tiefbau gab es im Juni eine Steigerung um 0,3 Monate von 1,8 Monate auf 2,1 Monate. In den neuen Ländern hielt das Niveau, im Hochbau bei 3,5 Monaten und im Tiefbau bei 2,2 Monaten.

Die Geräteauslastung liegt im Hochbau in den alten und neuen Ländern wieder bei knapp 70 %. Im Tiefbau erreichen die neuen Länder mit 70 % nicht ganz das Niveau des Vormonats (73 %). In den alten Ländern ist eine Zunahme von 65 % auf 68 % zu verzeichnen.

Die Erwartungen an die Geschäfts- und Auftragsentwicklung sind tendenziell weiter positiv. Rückläufige Entwicklungen werden hier nicht prognostiziert. Auch für die Preisentwicklungen erwarten zunehmend Unternehmen ansteigende Tendenz. Hier spiegelt sich der gestiegene Kostendruck bei den Einkaufspreisen für Material und gestiegene Löhnen (seit Mai) wider.

Ersatzbeschaffungen prägen das Bild bei der Investitionstätigkeit. Meldungen zu Rationalisierungsinvestitionen nehmen sichtbar zu.

Der Facharbeitermangel bleibt in Ost und West ein Hauptgrund für Baubehinderungen. Zahlungsverzögerungen werden als häufigster Grund für Baubehinderungen angeführt.