25. Juli 2011

Bauhauptgewerbe: Wohnungsbau mit hohen Wachstumsraten

Bauproduktion und Baunachfrage haben – nach leichter Beruhigung im April - im Mai wieder Fahrt aufgenommen: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe im Mai 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 18,9 % gestiegen.

Insgesamt ergibt sich für die ersten fünf Monate ein Umsatzplus von 21,1 %. Weiterhin positiv entwickelt sich auch die Nachfrage: Im Mai lagen die Auftragseingänge um nominal 16,8 % (real: 13,8 %) über dem Niveau des Vorjahresmonat. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis Mai ergibt sich ein Auftragsplus von nominal 8,3 % (real: 5,5 %).

Diese positive Entwicklung betraf sämtliche Bausparten. Am deutlichsten ausgeprägt war das Plus aber weiterhin im Wohnungsbau, der sowohl beim Auftragseingang (+41,2%) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+ 21,3 %) die höchsten Wachstumsraten aufwies (Jan.-Mai: +29,3 % bzw. + 25,4 %). Die im Zuge des gesamtwirtschaftlichen Aufschwungs stabilisierten Einkommenserwartungen haben im Wesentlichen dazu beigetragen. Dies lässt sich auch an den Genehmigungszahlen ablesen: Die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen ist im Einfamilienhausbau besonders stark gestiegen (Jan.-Mai: + 37,1 %). Aber auch die Investoren haben - im Zuge des Konjunkturaufschwungs - ein steigendes Interesse an Wohnimmobilien: Die Genehmigungen im Geschosswohnungsbau lagen in den ersten fünf Monaten um 30,4% über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Als zweites Standbein für eine gute Baukonjunktur im laufenden Jahr hat sich der Wirtschaftsbau etabliert: Der Auftragseingang ist im Mai um 21,3 % gestiegen. Für die ersten fünf Monate ergibt sich ein Plus von 18,5 %.

Die Perspektiven im Öffentlichen Bau haben sich im Mai etwas verbessert: Der Auftragseingang ist das erste Mal seit Anfang 2010 gestiegen – und zwar um 3,6 %. Dieser Anstieg konnte die Rückgänge in den Vormonaten aber nicht ausgleichen: Für die ersten fünf Monate ergibt sich immer noch ein Minus von 9,2 %.