28. Juli 2011

Jeder Zweite spart für Wohneigentum

„Altersvorsorge“, „Konsum/Spätere Anschaffungen“ und „Erwerb und Renovierung von Wohneigentum“ bleiben die drei wichtigsten Sparziele der Bundesbürger. Die eigenen vier Wände legen dabei deutlich zu.

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Das ist das Ergebnis der Sommerumfrage 2011 der privaten Bausparkassen, durchgeführt von TNS Infratest, Bielefeld, im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen durchgeführte repräsentative Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. Interviewt wurden dabei über 2.000 Bundesbürger im Alter von 14 Jahren und mehr. Die Umfrage wird drei Mal im Jahr durchgeführt.

Mittlerweile spart jeder zweite Bundesbürger für „den Erwerb oder die Renovierung von Wohneigentum“. Mit einem Zuwachs gegenüber der Frühjahrsumfrage 2011 um 3,5%-Punkte auf 50,6 Prozent konnte dieses Sparziel damit seinen dritten Platz festigen. Angeführt wird die Rangliste der Sparziele weiterhin von der „Altersvorsorge“, die um 2,4 %-Punkte auf 62,1 Prozent zulegte. Zweitwichtigstes Sparziel bleibt „Konsum bzw. spätere Anschaffungen“ – allerdings bei einem Rückgang von 3,4%-Punkten auf 56,1 Prozent. Erst mit großem Abstand folgt das Sparziel „Kapitalanlage“, das aber immerhin um 4,0%-Punkte auf 36,8 Prozent zulegte.

„Die Diskussion über die internationale Staatsschuldenkrise und deren möglichen Folgen forcieren den Trend zu Sachwerten“, erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. „Mit eigenen vier Wänden hat man im wahrsten Sinne des Wortes etwas in der Hand, nicht nur einen Kontoauszug“. Der gleichzeitige Anstieg bei den Sparzielen „Altersvorsorge“ und „Kapitalanlage“ spiegele ebenfalls den wachsenden Vorsorgegedanken wider.

Auf die Frage nach dem künftigen Sparverhalten gaben 9,7 Prozent der Befragten an, mehr zu sparen. Das sind 1,5%-Punkte mehr als im Sommer 2011. Der Anteil der Bundesbürger, die künftig weniger sparen wollen, ist mit 12,1 Prozent gegenüber der letzten Umfrage mit 12,3 Prozent nahezu unverändert. Um 4%-Punkte auf 48 Prozent gestiegen ist allerdings der Anteil derjenigen, die überhaupt für einen bestimmten Zweck sparen. Zehnder: „Immer mehr leisten sich wieder das Sparen. Die guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt finden hier ihren Niederschlag.“

Die positive Grundstimmung der Bundesbürger zeigt sich auch beim Sparklima-Index des Verbandes. Er wird als Saldo aus den Prozent-Anteilen derjenigen, die künftig mehr sparen wollen, und derjenigen, die künftig weniger sparen wollen, berechnet.

Der Sparklima-Index ist von -4,1 deutlich auf -2,4 gestiegen – der höchste Stand seit acht Jahren.

Für die repräsentative Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger wurden über 2.000 Bundesbürger im Alter von 14 Jahren und mehr befragt. Die Umfrage wird drei Mal im Jahr durchgeführt.