17. August 2011

Broschüre: Referenz für das Bauen mit Naturbaustoffen

11_08_16 FNR Ausbau und Fassade - Broschüre: Referenz für das Bauen mit NaturbaustoffenDer Neubau der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe kombiniert den Einsatz zahlreicher Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen mit einem effizienten Energiekonzept und der Nutzung regenerativer Energien. Alle Details zu dem Gebäude sind in der kostenlosen Broschüre „Neubau Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.“ dokumentiert

Die Broschüre kann bestellt oder heruntergeladen werden unter http://www.natur-baustoffe.info/service/mediathek .

Die FNR betreibt als Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Nachwachsende Rohstoffe. Unter anderem führt sie die Fachberatung Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen durch. Den Bauberatern dient der Neubau nun nicht nur als Arbeitsplatz, sondern auch als Referenzobjekt für das Bauen mit Naturbaustoffen in einem Gebäude der öffentlichen Hand. Informationen finden sich in der Broschüre und auf www.natur-baustoffe.info. Außerdem sind nach Anmeldung Führungen möglich.

Die Baukosten für das Gebäude, getragen zu drei Vierteln vom Bund und zu einem Viertel vom Land Mecklenburg-Vorpommern, betrugen 2 Millionen Euro. In dem in Holzrahmenbauweise errichteten Haus ist Platz für 31 Mitarbeiter. Für den Ausbau mit zahlreichen Naturbaustoffen fiel ein finanzieller Mehraufwand von rund 4 Prozent gegenüber einem konventionellen Bau an, die Materialien bringen jedoch auch einen Mehrwert mit: Sie schaffen ein gesundes Arbeitsklima und tragen zum Klimaschutz bei, da sie aufgrund ihrer pflanzlichen Basis CO2 speichern. Später einmal können sie – in Kaskaden – stofflich wiederverwertet oder energetisch genutzt werden.

Das Energiekonzept fußt auf einer Reduzierung des Energieverbrauchs mit Hilfe einer konsequenten Wärmedämmung, bei der Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz kommen. Der geringe Rest-Energiebedarf für die Heizung wird dann über eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Wärmepumpe gedeckt, die neben Erdwärme auch noch die in der Löschwasserzisterne gespeicherte Abwärme des Computerservers nutzt. Hinzu kommen weitere Elemente wie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und die passive Sonnenenergienutzung.

Die Mehrkosten für das Energiekonzept betrugen rund 12 Prozent im Vergleich zu einer konventionellen Energieversorgung. Nach ihrer Amortisation – die umso früher eintritt, je stärker die Energiepreise steigen – wird der Neubau dann weniger Betriebskosten verursachen als ein konventionelles Bürohaus.

Insgesamt unterschreitet das Gebäude die Vorgaben der aktuellen Energie-Einspar-Verordnung (ENEV 2009) um 50 Prozent.