29. August 2011

Wohnungsbau in Hessen boomt

Die Bauvorhaben in Hessen nahmen im ersten Halbjahr 2011 deutlich zu. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Wohnungen in geplanten Neubauten um rund vier Zehntel, teilt das Hessische Statistische Landesamt mit. Das geplante Volumen der neu zu errichtenden Nichtwohngebäude nahm sogar um mehr als die Hälfte zu.

Insgesamt wurden in der ersten Jahreshälfte 7585 Wohnungen genehmigt, gut 35 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2010. Beim Neubau von Wohngebäuden sollten 6484 Wohnungen entstehen (plus 39 Prozent). Mit einem Plus von 47 Prozent stieg ihre Zahl am stärksten im Geschosswohnbau, ein Indiz für das wiedererwachte Engagement der Wohnungswirtschaft. Dass auch die privaten Haushalte das anhaltend günstige Zinsniveau nutzen, bestätigt die kräftige Steigerung um 38 Prozent bei den Neubauvorhaben von Einfamilienhäusern.

Das genehmigte Neubauvolumen bei Nichtwohngebäuden, umfasste in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 7,64 Millionen Kubikmeter Rauminhalt. Es übertraf damit den Wert des ersten Halbjahres 2010 um 53 Prozent. Dagegen sank das Volumen öffentlicher Vorhaben um 38 Prozent. Die Initiative im Baugeschehen verlagerte sich entsprechend in den vergangenen Monaten zurück in den privaten Bereich. Bei Handels- und Lagergebäuden wurde der genehmigte umbaute Raum mehr als verdoppelt (3,56 Millionen Kubikmeter). Bei Fabrik- und Werkstattgebäuden steigerte er sich sogar beinahe auf das Dreifache (1,32 Millionen Kubikmeter).