02. September 2011

ZDH-Spitze trifft den EU-Kommissar Günther Oettinger

Zu einem intensiven Gesprächsaustausch mit dem deutschen EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, haben sich am 31. August die Spitzenvertreter des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Präsident Otto Kentzler und Generalsekretär Holger Schwannecke getroffen.

11-09-02_zdh Ausbau und Fassade - ZDH-Spitze trifft den EU-Kommissar Günther Oettinger
V.l.: ZDH-Präsident Otto Kentzler, EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger und
Generalsekretär Holger Schwannecke trafen sich zum Gedankenaustausch. (Foto: ZDH)

 

Dazu erklärt ZDH-Präsident Kentzler:„Kommissar Oettinger hat mit seiner kürzlich vorgelegten Richtlinie zur Energieeffizienz wichtige Aktionsfelder aufgegriffen, um das ehrgeizige Ziel von 20 Prozent Energieeinsparung zu erreichen. Das Handwerk in Deutschland wird sich auch weiterhin engagiert einbringen und beteiligen. Seine Betriebe mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeitern sind unverzichtbar, wenn es um die energetische Gebäudesanierung und die Energieeffizienz geht, sowie um die Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Die Richtlinie bietet zahlreiche Ansatzpunkte, um die Energieeffizienz zu steigern. Das Handwerk weist jedoch darauf hin, dass durch die EU keine zusätzlichen Qualifikations- oder Zertifizierungsanforderungen für die beteiligten deutschen Handwerksbetriebe eingeführt werden dürfen. Die duale Ausbildung in Deutschland beinhaltet bereits seit langem auch energetische Aspekte. Die Ausbildungsverordnungen werden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Dazu kommt eine Vielzahl von Fortbildungen für Gesellen und Meister, etwa zum geprüften Gebäudeenergieberater. Zusätzliche Zertifikats- oder Qualifikationsanforderungen sind angesichts des hohen Niveaus der persönlichen Qualifizierung im deutschen Handwerk überflüssig, sie bringen nur unnötige Bürokratie und Kosten. Auch andere Punkte der Richtlinie bedürfen aus unserer Sicht noch einer weitergehenden Diskussion, u.a. bei verpflichtenden Energieaudits für größere Handwerksbetriebe. 

Zudem muss der Mittelstand bei dem immer wichtiger werdenden Markt für Energiedienstleistungen mit an Bord genommen werden. Hier setzen wir uns für einen gleichberechtigten Zugang der KMU zu den Märkten für Energiedienstleistungen und für innovative Finanzierungsinstrumente der EU ein.“