15. September 2011

Baugewerbe in Schleswig-Holstein auf gutem Weg

Mit dem Baugewerbe im nördlichsten Bundesland geht es weiter bergauf: Die neu vorgelegten statistischen Zahlen, die bereits den Monat Juni einschließen, bestätigen den seit Jahresbeginn zu verzeichnenden Aufwärtstrend. Von Januar bis Juni 2011 waren 20 873 Menschen im schleswigholsteinischen Baugewerbe beschäftigt – ein Plus von 1,3 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz stieg sogar um 17,5 Prozent auf 1,029 Milliarden Euro.

Thorsten Freiberg, Vorsitzender des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein: „Diese Zahlen geben die gute Stimmung wieder, die ich in unseren 1300 Mitgliedsbetrieben im Land höre. Wir können inzwischen davon sprechen, dass die positive Entwicklung sehr stabil ist. Wir haben deswegen die berechtigte Hoffnung, dass das noch eine Weile so weitergeht, damit wir die Einbrüche aus den letzten Jahren dann auch tatsächlich ausgeglichen bekommen.“ Auch wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich mehr Arbeitsstunden von den Mitarbeitern geleistet, nämlich 12,55 Millionen Stunden – ein Plus von 16,2 Prozent.

Das einzige Minus in der Statistik ist derzeit beim öffentlichen Bau zu erkennen: Hier gingen die Aufträge um 3,6 Prozent zurück. „Das ist bedauerlich, weil die öffentliche Hand kein Geld in der Kasse hat, aber das können wir zurzeit glücklicherweise verkraften“, so Thorsten Freiberg. Ausdrücklich begrüßen Freiberg und seine Vorstandskollegen die Forderung von ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein beim Energiegipfel in Berlin an Bundeskanzlerin Merkel, endlich ein Vermittlungsverfahren zum Gesetz über die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden einzuleiten. Freiberg: „Wir unterstützen unseren Zentralverband in diesem Anliegen sehr. Herr Loewenstein weist zurecht darauf hin, dass im ersten Halbjahr die Anträge auf Förderung bei der KfW um 60 Prozent zurückgegangen sind, weil Haus- und Wohnungseigentümer diese wichtige Entscheidung erst noch abwarten wollen.“ Die derzeit gute Stimmung am Bau dürfe nicht durch politische, gar durch parteipolitische Auseinandersetzungen gefährdet werden. „Das wäre unverantwortlich“, so Freiberg.

Die gute Lage am Bau sieht er auch als großen Indikator für eine erfolgreiche NordBau, die gerade Dienstag zu Ende gegangen ist. „Die gestiegenen Besucherzahlen der NordBau haben sich auch an unserem Gemeinschaftsstand bemerkbar gemacht – wir hatten viel mehr Besucher und haben deutlich mehr Gespräche mit Gästen geführt als in den vergangenen Jahren“ berichtet Freiberg. Unter diesen Vorzeichen mache Messe einfach Spaß, für Aussteller wie Besucher gleichermaßen. Freiberg weiter: „Das Messemotto Energie und Zukunft wurde auch an unserem Stand sehr stark nachgefragt, außerdem tragen unsere Bemühungen um zukünftige Fachkräfte erste Früchte.“ Denn: Da der BGV-Stand wirklich alles rund ums Bauen und rund um die Baubranche zu bieten hatte, informierten sich viele junge Menschen und ihre Eltern über berufliche Perspektiven am Bau.

 „Es freut uns zu sehen, dass der Imagewandel am Bau, den wir eingeläutet haben, auf der NordBau erkennbar von den Besuchern wahrgenommen wurde“, resümiert Freiberg. Die positiven wirtschaftlichen Zahlen hätten ihr übriges dazu beigetragen: „Das Baugewerbe bietet nicht nur innovative, moderne und auf die Interessen der Jugendlichen zugeschnittene Arbeitsplätze mit tollen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sondern auch Sicherheit und Zukunft.“ Die NordBau sei daher die ideale Plattform gewesen, „auf die wir auch in Zukunft gern setzen werden“, so Freiberg.