27. Oktober 2011

Erneuter Anlauf, um Wärmedämmung steuerlich gelten zu machen

Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Bundesregierung endlich den Vermittlungsausschuss anzurufen, um das Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Sanierung voran zu bringen. Wir erwarten, dass die Bundesregierung und die Länder sich zügig auf die steuerliche Förderung verständigen, damit der drohende Attentismus in der energetischen Sanierung verhindert werden kann." So kommentierte Rechtsanwalt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, die Planung des Bundeskabinetts am 26. Oktober.

Pakleppa: "Die von der Bundesregierung eingeleitete "Energiewende" formuliert äußerst ambitionierte energie- und klimapolitische Ziele. Dies gilt in besonderer Weise für die angestrebte weitere Verbesserung der Energieeffizienz, bei der der Gebäudebereich einen entscheidenden Anteil hat. Um die Sanierungspotenziale zu heben, bedarf es dringend der ergänzenden steuerlichen Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen, denn steuerliche Anreize haben eine enorme Zugkraft für private Investitionen. Die Entscheidung heute setzt das richtige Signal für die Eigentümer und bietet die notwendige Investitionssicherheit.“

Der Bundesverband Farbe weißt auf die Chancen hin
Hauptgeschäftsführer Werner Loch vom Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe): „Eine rasche Einigung mit der Verabschiedung eines Gesetzes, ist dringend angezeigt, um bestehenden Unsicherheiten bei Investoren und Sanierungswilligen endlich zu beseitigen. Diese Chance sollten nun alle Verantwortlichen nutzen und parteipolitische Interessen zurückstellen. Besonders die steuerliche Förderung bietet einen Anreiz für das Gros der Ein- Zweifamilienhauseigentümer in die eigene Immobilie zu investieren, um langfristig Energie einzusparen. Die Wärmedämmung der Fassaden ist dabei der erste Schritt zur Verbesserung der Energiebilanz, an dem sich weitere Maßnahmen anschließen können. Eine neue Einführung der steuerlichen Abschreibung wäre ein erster wichtiger Schritt, wenngleich weiterhin Vorbehalte bestehen, ob mit der Anknüpfung bei den Fördervoraussetzungen an die Erreichung eines hohen energetischen Standards tatsächlich die Breite der zur Sanierung anstehenden Gebäude erreicht wird. In jedem Falle muss eine Förderung von Teilsanierungen möglich sein.“