22. November 2011

Mörtelindustrie bereitet sich auf neue Bauproduktenverordnung vor

Die neue Bauproduktenverordnung lässt den Baustoffherstellern keine Ruhe. Viele Dinge werden sich im Laufe des nächsten Jahres ändern. Das betrifft vor allem die CE-Kennzeichnung und die damit verbundenen Dokumente, Erklärungen und Nachweise. "Neuer Formalismus, dessen Nutzen nicht immer ganz einzusehen ist", meint dazu IWM-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers.

11-11-22 IWM Ausbau und Fassade - Mörtelindustrie bereitet sich auf neue Bauproduktenverordnung vor

Mehr als 60 Teilnehmer waren zum diesjährigen MörtelForum nach Berlin gekommen, um sich über die neue Bauproduktenverordnung zu informieren. (Foto: IWM)

 

Im Rahmen des MörtelForums 2011 informierten sich die Mitglieder des Industrieverbandes WerkMörtel e. V. (IWM) aus erster Hand. Dazu hatte der IWM namhafte Referenten aus Berlin und Brüssel eingeladen. Dietmar Menzer vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung präsentierte eine lange Liste von Änderungen, die nun auf die Baustoffhersteller zukämen. Dr. Christoph Müller, VDZ, stellte fest, dass die Nachhaltigkeit künftig Teil des Baurechts sei. Für die Mitglieder des IWM ändert sich dadurch aber nicht viel, denn fast alle Unternehmen haben für ihre Produkte bereits die erforderlichen Umwelt-Produktdeklarationen erstellt. Outi Ilvonen, Umweltbundesamt, und Dr. Angela Pawel, DIBt, machten deutlich, dass es in Deutschland trotz neuer Bauproduktenverordnung auch in Zukunft zusätzliche nationale Anforderungen geben wird. Dazu könnte auch die aufwändige Geruchsprüfung von Baustoffen gehören. Dr. Riechers, der die Veranstaltung moderierte, fragte kritisch nach, ob man mit solchen Anforderungen nicht über das Ziel hinausschieße und sprach damit manchem Teilnehmer des MörtelForums aus dem Herzen.

Im Namen des europäischen Verbandes der Mörtelindustrie (EMO) erklärte dann Antonio Caballero González die konkreten Schritte, die jeder Hersteller nun umsetzen müsse. Dr. Riechers stellte abschließend die Maßnahmen des Verbandes vor, mit denen die Hersteller unterstützt werden sollen. Er verwies darauf, dass sich neben der CE-Kennzeichnung auch die Sicherheitskennzeichnung ändert. Auch hier wird der IWM seinen Mitgliedern Muster für die Kennzeichnung und für die Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung stellen.

Die Teilnehmer des MörtelForums zeigten sich vom vielfältigen Engagement ihres Verbandes beeindruckt. "Alles, was wir Ihnen heute präsentieren, sähe ganz anders aus, wenn wir nicht an zahlreichen Stellen in Deutschland und Europa unseren Einfluss geltend gemacht hätten", fasste der IWM-Vorsitzende, Peter Sarantis, zusammen. Einmal mehr stellte der IWM damit unter Beweis, dass sich eine moderne Verbandsarbeit für die Mitglieder auszahlt.