28. November 2011

Erste Ausbildungszentren von der Soka zertifiziert

Erstmals sind verbindliche, bundesweit einheitliche Mindeststandards im Tarifvertrag über die Berufsbildung im Baugewerbe (§ 25 BBTV) festgelegt worden, deren Einhaltung regelmäßig geprüft wird. Die beiden ersten Ausbildungszentren sind jetzt zertifiziert. SOKA-BAU-Vorstand Purps konnte im November 2011 die beiden ersten „Bestätigungen zur Qualität der überbetrieblichen Ausbildung“ an das Bildungszentrum des Baugewerbes Krefeld und das Bauindustriezentrum Nürnberg-Wetzendorf überreichen.

11-11-28 Soka2 Ausbau und Fassade - Erste Ausbildungszentren von der Soka zertifiziert

V.l.n.r.: Dipl.-Ing. Markus Crone, Leiter des Bildungszentrums Krefeld, Dipl.-Ing. Frank Pawlik, Geschäftsführer Bildungszentren des Baugewerbes e.V. und SOKA-BAU-Vorstandsmitglied Manfred Purps.

Bereits seit 1976 gibt es in der Baubranche das umlagefinanzierte Berufsausbildungsverfahren. Alle Betriebe der Branche zahlen einen Beitrag zur Finanzierung der Ausbildung. Neben den monetären Anreizen für die Ausbildung hat die Baubranche nun auch qualitative Anreize geschaffen. Damit wird jedes Jahr die Ausbildung von über 10.000 zukünftigen Fachkräften sichergestellt. „Mit diesem klaren Bekenntnis zur Qualität von Ausbildung stellt sich die Bauwirtschaft auch im Wettbewerb der Branchen um den Fachkräftenachwuchs zukunftsorientiert auf“, sagt SOKA-BAU-Vorstandsmitglied Manfred Purps.

SOKA-BAU steuert die Qualitätsprüfung
Die Tarifvertragsparteien haben SOKA-BAU mit der Durchführung der Qualitätsprüfungen beauftragt. Die Prüfungen beziehen sich auf die überbetriebliche Ausbildungsstätte im Allgemeinen, die Lehr- und Lernstrukturen, die materiell-technischen Voraussetzungen, die personellen Voraussetzungen sowie die angeschlossenen Internate oder Beherbergungsstätten.

Die erstmalige Überprüfung aller aktuell bei SOKA-BAU gelisteten überbetrieblichen Ausbildungsstätten soll spätestens im Dezember 2012 abgeschlossen sein. Sollte die überbetriebliche Ausbildungsstätte die Qualitätsanforderungen nicht erfüllen, besteht eine Nachbesserungsfrist von bis zu 24 Monaten. Sofern sich eine Ausbildungsstätte gegen eine Überprüfung entscheidet, ist eine Erstattung der überbetrieblichen Ausbildungskosten nicht mehr möglich.