17. Dezember 2011

WTA diskutierte über den sinnvollen Einsatz von Messtechnik

Am 24. November 2011 trafen sich beim jährlichen Sachverständigentag der regionalen Gruppe WTA-Deutschland (WTA-D) weit mehr als 100 Experten aus den Bereichen Bauwerkserhaltung, Bausanierung und Denkmalpflege in der Weimarhalle in Weimar zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema „Messtechnik – Der Weisheit letzter Schluss?"

Vor jeder Sanierungsaufgabe steht unbedingt die Zustandsanalyse, bei der man häufig gezwungen ist, physikalische, chemische oder auch mineralogische Messtechniken zur Beurteilung des Bestandes heranzuziehen. Bei jeder Messung muss sich der Sachverständige und Planer jedoch fragen, ob die eigentliche Fragestellung überhaupt durch die geplante Untersuchung zu beantworten ist und inwieweit die Ergebnisse interpretiert werden können.

Im Rahmen des 4. Sachverständigentages der WTA-D wurde in bewährter Qualität über den sinnvollen Einsatz von Messtechnik im Bestand berichtet. Glaube und Aberglaube bei messtechnischen Lösungen, Sinn und Unsinn von Untersuchungen, Prüfungen usw. vor Ort oder im Labor standen auf dem Prüfstand. Planer und Architekten, Ingenieure und Wissenschaftler, Sachverständige und Gutachter, Restauratoren und Denkmalschützer waren gekommen, um drängende Fragen der Bauwerksdiagnostik zu diskutieren.

Warum wir messen, das war die Anfangsfragestellung der Tagung. Was wir messen, mit welcher Genauigkeit und welche Schlussfolgerungen wir daraus ziehen, waren Folgefragen, die im Rahmen der Veranstaltung diskutiert wurden. Darauf aufbauend wurden wichtige messtechnische Alltagsprobleme exemplarisch an ausgewählten Messaufgaben wie zum Beispiel der Ermittlung der Wasseraufnahme von Fassaden, der Bestimmung von Salzen im Mauerwerk oder der Bohrwiderstandsmessung zur Beurteilung der Holzqualität erläutert. Auch zerstörungsfreie Bauwerksdiagnostik mit Radar und Ultraschall sowie Untersuchungen hinsichtlich Tragwerksplanung und Brandschutz wurden vorgestellt.

Sämtliche Beiträge zum 4. Sachverständigentag der WTA-D werden im Winter 2011/Frühjahr 2012 in Buchform beim Medienpartner der WTA – dem Fraunhofer IRB – veröffentlicht.