19. Dezember 2011

KfW-Förderung reduziert CO2-Ausstoß und sichert Arbeitsplätze

Die KfW Bankengruppe hat zwei aktuelle Studien vorgelegt, die die Wirkung der aus Mitteln des Bauministeriums vergünstigten KfW-Förderung von Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand bewerten. Seit 2006 werden die Fördereffekte jährlich untersucht, im Jahr 2010 durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Bremer Energieinstitut (BEI).

"Ein entscheidender Eckpunkt der deutschen Energiepolitik ist das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Energiebedarf durch massive Effizienzsteigerungen zu reduzieren. Der Gebäudesektor nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein, denn große Energieeinsparpotenziale werden derzeit vor allem aufgrund von finanziellen Restriktionen und Informationsdefiziten nicht erschlossen. Genau hier setzen die KfW-Programme an. Allein im Jahr 2010 hat die KfW die energieeffiziente Sanierung und den energieeffizienten Neubau von 428.000 Wohnungen finanziert. Und zudem Energieberatungen und Heizungsoptimierungen für 525.000 Wohnungen unterstützt", sagte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Mit 1 % liegt der Nominalzins für die Förderkredite derzeit deutlich unterhalb der Inflationsrate. Der Realzins ist damit negativ. Dazu können Tilgungszuschüsse bis zu 12,5 % kommen. Die Energiesparer bekommen faktisch Geld geschenkt."

Die von der KfW geförderten energieeffizienten Neubauten und energetischen Sanierungen führten 2010 zu einer Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes um rund 1 Mio. Tonnen. Soll das Ziel der Bundesregierung einer Treibhausgasreduzierung von 40 % bei den privaten Haushalten erreicht werden, so müssten diese bis 2020 pro Jahr eine Minderung von 2,2 Mio. Tonnen erbringen. Durch die von der KfW Bankengruppe geförderten energieeffizienten Neu- und Umbauten wurden 2010 mehr als 40 % dieser Anforderung erreicht. Von 2006 bis heute konnte der Treibhausgasausstoß durch die KfW-Programme dauerhaft um 5,2 Mio. Tonnen gesenkt werden.

Mit den 2010 geförderten Energiesparmaßnahmen können Heizkostenersparnisse in Höhe von 6,4 Mrd. EUR erzielt werden. Für die energetischen Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand entspricht die Heizkostenersparnis rund drei Viertel der Investitionskosten. In den Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur können die Heizkostenersparnisse bei moderaten Energiepreissteigerungen sogar höher ausfallen als die Investitionskosten.

Die Programme helfen nicht nur der Umwelt, sondern auch Gebäudeeigentümern und Mietern sowie der deutschen Wirtschaft. Insgesamt wurden 2010 Investitionen über 21,5 Mrd. EUR angestoßen. Damit konnten 287.000 Arbeitsplätze für ein Jahr gesichert werden. Diese positiven Effekte kommen vor allem der lokalen mittelständischen Bauwirtschaft und dem Handwerk zugute.

Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2010 Energieeffizienz und Klimaschutz in Wohngebäuden und in Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur mit Förderkrediten und Zuschüssen in Höhe von 8,9 Mrd. EUR gefördert. In der kommunalen und sozialen Infrastruktur wurden vor allem energetische Sanierungen von Schulen und Schulsporthallen, Kindertagesstätten und Jugendheimen unterstützt. Die Studien sind abrufbar unter: www.kfw.de/evaluationen.