26. Januar 2012

Trend: Senioren wollen in der Stadt wohnen

Ein Leben lang im selben Haus wohnen - das Modell hat für viele ausgedient. Besonders ältere Immobilienbesitzer ziehen es vor, ihr ehemaliges Familiendomizil gegen eine bedarfsgerechte Eigentumswohnung in der Stadt zu tauschen.

Die Kinderzimmer sind leer, das Haus ist zu groß und der Garten zu pflegeintensiv. Viele der über 60-Jährigen favorisieren daher ein "Downgrading" - die kleinere Wohnung mitten in der Stadt, denn da boomt das Leben. Ob das Modell aufgeht, entscheidet allerdings der Verkaufspreis. Die Zeichen stehen auf Grün: Laut Umfrage der BHW Bausparkasse sind Einfamilienhäuser in Stadtrandlage begehrt. 53 Prozent der Deutschen, besonders junge Familien mit Kindern, wollen im grünen Gürtel wohnen. Beste Voraussetzungen für Immobilienbesitzer, die verkaufen wollen.

Markt realistisch bewerten
"Meist soll der Erlös nicht nur die neue Wohnung finanzieren, sondern auch ein zusätzliches Polster für das Alter schaffen", sagt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Er rät Verkäufern, sachverständige Beratung und mehrere Maklerangebote einzuholen. "Das fördert eine realistische Preisgestaltung", so Neuborn. Sollte der Erlös hinter den Erwartungen zurückbleiben, muss der Traum nicht platzen. Die Konditionen für Immobilienfinanzierungen sind besonders günstig. Der BHW-Experte: "Mit rund 3,5 Prozent ist der Zinssatz für ein 10-Jahres-Darlehen heute so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr."