27. Januar 2012

Malerverband: Veranstaltungen zu Algen und Pilze

Eine in den Medien mehrfach nur sehr pauschalierte Berichterstattung zur Bildung von Algen und Pilzen hat viele Verbraucher verunsichert. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Innungsbetriebe, Architekten sowie Auftraggeber über den aktuellen Stand der Technik und die möglichen Maßnahmen informiert. Führende Branchenexperten stehen Rede und Antwort.

Da die Wärmedämmung von Gebäuden - insbesondere auch im Bestand - aus Gründen des Klimaschutzes und der Energieeinsparung politisch erwünscht, ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, werden in den nächsten Jahren weitere Fassadenflächen gedämmt werden. Warum werden manche Fassaden intensiv und rasch bewachsen, während Gebäude in der Nachbarschaft auch nach Jahren wie neu aussehen? Was kann der Hausbesitzer oder der Handwerker tun, um den unschönen Befall mit Algen und Pilzen zu vermeiden oder wenigstens zu verzögern? Welche Maßnahmen gibt es gegen Algen und Pilze? Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit?

Zur qualitativen Fassadenarbeit und zu den energiepolitischen und technischen Rahmenbedingungen werden in der Veranstaltung Sachinformationen gebündelt vermittelt.

Referenten/Themen
Dr. Regina Schwerd und Christian Scherer aus der Abteilung Bauchemie, Baubiologie und Hygiene des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) erläutern, weswegen wärmegedämmte Fassaden öfter und schneller ein Problem mit Algen und Pilzen haben. Herr Scherer geht dabei als Leiter der Arbeitsgruppe Chemie und Betreuer der Prüfstelle Emissionen auf die Möglichkeiten und Grenzen der Maßnahmen gegen Algen und Pilze ein.

Anschließend informiert der Laborleiter und Zuständiger für die Entwicklung technischer Konservierungsmittel der Firma Thor GmbH, Dr. Thomas Wunder, über Risiken und Nebenwirkungen beim Einsatz von Produkten, die den Algen- und Pilzbefall verhindern oder verzögern.

Dr. Engin Bagda, Leiter und Gründer des im Gebiet der Beschichtungs- und Baustoffe forschenden und prüfenden Robert-Murjahn-Instituts (RMI) vermittelt, wie der expositionsabhängige Infektionsdruck prognostiziert werden kann und was Industrie und Forschung zur Optimierung des Einsatzes von Bioziden an Fassaden unternehmen.

Dipl.-Ing. Heinrich Bartholemy von der Technischen Informationsstelle (TIS) des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz stellt den Instandhaltungsleitfaden vor und informiert über Beschichtungen und Putze auf Fassaden und Wärmedämm-Verbundsystemen.

„Wenn die Fassade lebt - Maßnahmen gegen Algen und Pilze“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz mit den Landesverbänden und den Innungen Rhein-Main, Hamburg und Dortmund für Innungsbetriebe, Architekten und Auftraggeber. Betriebe können interessierte Kunden mitbringen. Die Veranstaltungen finden wie folgt statt:

Termine
Frankfurt am Main: 27.02.2012, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dortmund: 29.02.2012, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Hamburg: 15.03.2012, im Rahmen der NUV-Tagung

Anmeldungen Fax an 069-66575350 oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!