30. Januar 2012

Umfrage: Dämmung gilt als effektivste Maßnahme zur Energieeinsparung

Die Dämmung von Dach oder Fassade gilt den Teilnehmern einer Umfrage aus dem aktuellen Klima-Barometer der gemeinnützigen co2online GmbH als effektivste Sanierungsmaßnahme. Gefragt nach ihrer Einschätzung, mit welcher Maßnahme am meisten Heizenergie im Wohngebäude eingespart werden könnte, gaben insgesamt 45 Prozent der Teilnehmer die Dämm-Maßnahmen an. Die Heizungserneuerung oder –optimierung folgt mit 19 Prozent.

Verglichen mit einer Auswertung von Gebäudedaten aus der umfangreichen Datenbank von co2online zeigt sich, dass die Schätzungen der Befragten durchaus realistisch sind: Die Daten-Auswertung von 22.000 Ein- und Zweifamilienhäusern ergab, dass bei diesen Gebäuden im Durchschnitt mit einer Fassadendämmung oder Heizungserneuerung die höchsten Energieverbrauchsreduktionen erzielt werden konnten. Dass auch kleine Verhaltensänderungen zum Energiesparen beitragen können, hat die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer ebenfalls erkannt. Lediglich 17 Prozent wollten zu Beginn der Heizperiode gar nichts an ihrem Verhalten ändern. 83 Prozent planten Maßnahmen wie Stoßlüften statt Dauerlüften, programmierbare Thermostate nutzen oder Raumtemperatur absenken für die Heizperiode ein, um ihren Energieverbrauch und damit auch die Kosten zu senken.

Das Klima-Barometer wird vierteljährlich von der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlicht und enthält neben den monatlichen Umfragen einen Index zum öffentlichen Klimaschutz-Interesse, der quartalsweise fortgeschrieben wird. Der Index blieb im vierten Quartal 2011 erneut auf niedrigem Niveau und stieg lediglich um zwei Punkte auf 71. Ereignisse des vierten Quartals 2011 wie die Weltklimakonferenz in Durban oder die Vorstellung von Ergebnissen des Global Carbon Projects, nach denen die CO2-Emissionen in 2010 den höchsten Stand aller Zeiten erreichten, konnten offensichtlich nicht dazu beitragen, das Interesse am Klimaschutz wieder ansteigen zu lassen.

Das Klima-Barometer 04/2011 mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer zum Download bereit.