02. Februar 2012

Am 8. Februar wird über die energetische Gebäudesanierung entschieden

Bei klirrender Kälte wird der Vermittlungsausschuss des Bundestages am kommenden Mittwoch in Berlin den letzten Anlauf nehmen, um zwischen Bund und Ländern eine Einigung über die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung zu erzielen.

„Während die Gaszähler heiß laufen, tut man in Berlin zu wenig, um die Gebäudemodernisierung voranzubringen“, meint Walter Derwald, Präsident des Baugewerbeverbandes in Dortmund. Er kritisiert, dass die Länder zwar die Energiewende gefordert haben, dafür aber nichts zahlen wollen. „Wir brauchen beides: die KfW-Förderung, vor allem aber steuerliche Anreize, damit die Energiewende gelingen kann“, so Derwald. Er verweist darauf, dass die Modernisierungsquote bei der jetzigen Fördersituation nur 1 Prozent pro Jahr beträgt. Investoren und Hauseigentümer sind verunsichert.

Die Anfragen bei der KfW nach Fördermitteln zur energetischen Sanierung sind 2011 um 60 % zurückgegangen trotz steigender Zahlen bei den genehmigten Bauvorhaben. „Die Leute warten ab, was passiert“, führt auch Manfred Struwe, Landesinnungsmeister der Dachdecker aus Dortmund, den Stillstand auf die Hängepartie im Bundesrat zurück. Ohne Steueranreize gerate die energetische Sanierung weiter ins Stocken, lautet die einhellige Bewertung der beiden Baufachleute vor dem Vermittlungsgipfel in Berlin.