09. März 2012

Schimmel in jedem sechsten deutschen Haushalt

17 Prozent der Deutschen leben in einer schimmeligen Wohnung. Das belegt eine repräsentative Studie von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale. Die vom Schimmel ausgehende Gefahr verkennen allerdings viele: Jeder neunte Deutsche ist der Meinung, dass sich Schimmel gar nicht oder zumindest nur leicht auf die Gesundheit auswirkt – und irrt damit gewaltig. Die möglichen Folgen reichen von Übelkeit und Konzentrationsstörungen über Kopfschmerzen bis hin zu Asthma, Allergien und Schädigungen des Immunsystems. Da Schimmel häufig an dunklen, schwer einsehbaren Stellen gedeiht, dürfte die Dunkelziffer der von Schimmel betroffenen Haushalte allerdings deutlich über 17 Prozent liegen.

Mindestens 7 Prozent der Kinder leben in einer Schimmelwohnung
Vor allem bei Kindern führt Schimmel zu einem deutlich erhöhten Risiko, langfristig an den Atemwegen zu erkranken. Und obwohl Eltern sonst oft gut über potentielle Gesundheitsrisiken informiert sind, unterschätzen auch sie die von Schimmel ausgehende Gefahr. Mindestens 7 Prozent der deutschen Kinder unter 18 Jahren leben in einem Schimmelhaushalt.

Schimmel vor allem im Bad und Schlafzimmer
Hauptursachen für Schimmelbildung in Wohnräumen sind hohe Luftfeuchtigkeit und falsches Lüften. Am häufigsten tritt der Schimmel im Badezimmer (55 Prozent) auf, wo durch Baden und Duschen oft hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Auch das Schlafzimmer (38 Prozent) gehört zu den häufig betroffen Räumen. Viele verzichten dort komplett aufs Heizen und begünstigen so unbewusst Schimmelbildung.

Eie Ergebnisse der Studie im Überblick

Schimmel in deutschen Haushalten:

  • In 17 Prozent der deutschen Haushalte ist mindestens ein Raum von Schimmel befallen
  • 11 Prozent der Deutschen glauben, dass Schimmelbefall keinen oder nur schwach negativen Einfluss auf ihre Gesundheit hat
  • Mindestens 7 Prozent der deutschen Kinder leben in einem Schimmelhaushalt

Für die repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2012“ wurden im Auftrag von immowelt.de 1.012 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.