16. April 2012

Fürs Wohneigentum wird weniger gespart


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Das Sparziel „Konsum/Spätere Anschaffungen“ hat im Frühjahr 2012 das Sparziel „Altersvorsorge“ als Spitzenreiter abgelöst. Auf Platz 3 folgt wie bisher „Erwerb/Renovierung von Wohneigentum“. Das zeigt die zum 44. Mal von TNS Infratest, Bielefeld, im Auftrag des Verbandes der Privaten Bau-sparkassen durchgeführte repräsentative Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. Interviewt wurden dabei über 2.000 Bundesbürger im Alter von 14 Jahren und mehr. Die Umfrage wird drei Mal im Jahr durchgeführt.

Mit einem Zuwachs gegenüber der Herbstumfrage 2011 um 0,9 Prozentpunkte auf 58,5 Prozent liegt das Sparziel „Konsum/Spätere Anschaffungen“ im Frühjahr 2012 ganz vorne. Auf Platz 2 folgt der bisherige Spitzenreiter „Altersvorsorge“. Dieses Sparziel verlor 11,7 Prozentpunkte und erreicht jetzt nur noch einen Wert von 54,2 Prozent. Drittwichtigstes Sparziel bleibt „Erwerb/Renovierung von Wohneigentum“ mit 50,5 Prozent nach zuvor 51,4 Prozent. Erst mit großem Abstand folgt das Sparziel „Kapitalanlage“, das um 1,9 Prozentpunkte auf 31,7 Prozent abnahm.

Der Anteil der Sparer ist im Frühjahr 2012 deutlich niedriger als der der Nicht-Sparer. Das Verhältnis beträgt jetzt 44,1 Prozent zu 55,1 Prozent. Das entspricht einem Rückgang der Sparer um 7,0 Prozentpunkte bzw. einem Zuwachs der Nicht-Sparer um 6,6 Prozentpunkte.

Diese Ergebnisse zeigen nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder, zweierlei: „Die Umschuldung Griechenlands, die zum Zeitpunkt der Befragung das vorherrschende Thema war, hat die Bundesbürger nicht weiter verunsichert. Wer sparen kann, will sich auch mal was gönnen. Trotzdem sehen sich weniger als zuvor in der Lage, etwas auf die hohe Kante zu legen.“ Hier seien die Nachwirkungen der Finanzkrise zu spüren.