11. Mai 2012

Mörteltage 2012 in Baden-Baden

Auffällig fröhliche Gesichter waren bei den rund 150 Teilnehmern der diesjährigen Mörteltage des Industrieverbandes Werkmörtel e.V. (IWM) in Baden-Baden zu sehen. Die Stadt mit ihrer Harmonie aus Lebensqualität und Lifestyle bot dafür einen perfekten Rahmen. So war die Stimmung nicht nur bei den Mitgliedern ausgezeichnet. Zahlreiche Ehrengäste unterstrichen mit ihrer Teilnahme die starke Vernetzung des IWM mit anderen Spitzenverbänden der Bauwirtschaft sowie dem Handwerk in Deutschland und in Europa. "Darauf sind wir stolz", meinte Peter Sarantis, Vorsitzender des IWM, in seiner Eröffnungsansprache. "Solche Partnerschaften sind wertvoll." Und damit war Sarantis auch gleich beim Thema der diesjährigen Mörteltage: Werte.

Der Vorstand des IWM auf der Jahrestagung in Baden-Baden (v.l.n.r): Peter Sarantis (Vors.), Carsten Beier, Stefan Charizanis, Peter Bednarek, Alexis Pimpachiridis, Bruno Reisch, Reimund Zeilnhofer, Heike Horn, Michael Jester, Ludwig Soukup (stellv. Vors.), Dr. Hans-Joachim Riechers (Geschäftsführer), Michael Gieding (stellv. Vors.). Neu in den Vorstand gewählt wurde Stefan Charizanis.
Wolf von Lojewski (li.), langjähriger Leiter des ZDF heute Journals, und Dr. Hans-Joachim Riechers (re.), Geschäftsführer des IWM, waren sich einig: Fairness, Ethik, Anstand - ohne diese Werte geht es nicht. (Fotos: Industrieverband Werkmörtel e.V.)
Das Thema wurde von vielen Seiten betrachtet. Was ist uns der Kunde wert? Darauf antwortete Dr. Karl-Heinz Sebastian in einem spannenden Vortrag über die richtige Preispolitik. Den Wert der energetischen Sanierung beleuchtete Prof. Dr. Harald Simons aus der kritischen Perspektive der Wohnungswirtschaft. Was sind wir uns selber wert?, fragte schließlich Diplom-Psychologe und Burnout-Experte Markus Väth. Einen Bogen von den persönlichen Werten jedes Einzelnen bis zur großen Weltpolitik schlug am Ende Wolf von Lojewski. Damit zog er seine Zuhörer so in seinen Bann, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.

Verband mit Augenmaß
Der IWM konnte genau wie seine Mitgliedsunternehmen auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurückblicken. Und auch die Prognose für 2012 fällt positiv aus: Sowohl die derzeitige Marktentwicklung als auch die Pläne für die Verbandsaktivitäten lassen ein ereignisreiches Jahr erwarten. Mit der Initiative "Wärmedämmung mit Augenmaß" ist der Verband schwungvoll ins neue Jahr gestartet. "Mit dieser Aktion werden wir verloren gegangene Sympathiepunkte für die Wärmedämmung wieder zurückgewinnen", ist sich IWM-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers sicher. "Handwerk und Kunden wollen nicht belehrt werden, sondern ehrliche Antworten auf kritische Fragen", und das, so Dr. Riechers, sei der Kern der Aktion, die jetzt schon auf große Resonanz stoße.

"Networking" - so heißt das Erfolgsrezept der Verbandsarbeit. Der IWM hat es verstanden, Partnerschaften zu knüpfen, die von Berlin bis Brüssel reichen. So kommt auch der Präsident des europäischen Verbandes der Mörtelindustrie, Ludwig Soukup, aus den Reihen des deutschen Industrieverbandes. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt die Partnerschaft mit den Handwerksverbänden ein. Dass dies auf Gegenseitigkeit beruht, bewies die Anwesenheit der Präsidenten der beiden wichtigsten Handwerksverbände: Jürgen Hilger für die Stuckateure und Karl-August Siepelmeyer für die Maler. Beide zeigten sich mit der schon seit Jahren gepflegten Zusammenarbeit zufrieden. Am Ende der Tagung gab es viel Anerkennung: Mit den Worten " Wir freuen uns über unseren Erfolg, aber wir werden nicht stehenbleiben, wir wollen weiterkommen", schloss Peter Sarantis den gelungenen Branchentreffpunkt 2012.