06. Juli 2012

Genossenschaften haben gutes Image

Knapp 20 Prozent der Deutschen stufen das genossenschaftliche Geschäftsmodell höher ein, als das einer Aktiengesellschaft. Das hat eine bevölkerungs-repräsentative Umfrage der handwerkseigenen Genossenschaft MEGA eG anlässlich des Tags der Genossenschaften am 7. Juli ergeben. Lediglich zehn Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass das Modell einer Kapitalgesellschaft fortschrittlicher ist. Die Vorteile von Genossenschaften liegen für ein Drittel der Deutschen vor allem darin begründet, dass mit ihnen ökonomische und soziale Ziele gemeinsam erreicht werden. Fast 30 Prozent der Befragten gaben an, dass Genossenschaften auf dem Gebiet der sozialen Verantwortung eine hohe Kompetenz aufweisen.

Aktiengesellschaften haben vor allem den kurzfristigen Profit der Aktionäre im Blick. Genossenschaften hingegen sind ihren Mitgliedern verpflichtet und fördern diese langfristig. Wie die Studie zeigt, ist dies ein Grund dafür, dass Genossenschaften von fast einem Drittel der Befragten als sozial verantwortlich handelnde Unternehmen wahrgenommen werden - 27 Prozent der Deutschen vertreten diese Meinung. 26 Prozent gaben an, dass die genossenschaftlich organisierte Geschäftsform einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft ausübt.

Volker König, Vorstandsvorsitzender der MEGA Gruppe, ist überzeugt, „dass Genossenschaften gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit wieder hochaktuell sind. Dort werden Entscheidungen nicht unter Renditegesichtspunkten, sondern zum Wohle der Mitglieder getroffen.“ Dies führe zu nachhaltigen Geschäftsmodellen. Die handwerkseigene MEGA Gruppe ist unabhängiger Systemanbieter im deutschen Zukunftsmarkt für Sanierung, Renovierung und Modernisierung und genossenschaftlich organisiert.

Den höchsten Bekanntheitsgrad erreichen Genossenschaften im Bereich Bankwesen. Hier gaben 64 Prozent der Deutschen an, bereits Mitglied zu sein oder Kontakt zu entsprechenden Instituten aufgenommen zu haben.

Hoch im Kurs steht auch der genossenschaftlich organisierte Fachhandel, von dem unter anderem Handwerker ihr Arbeitsmaterial beziehen. 60 Prozent der Befragten erhoffen sich von der Kooperation Preisvorteile und verbinden damit vor allem hohe Qualitätsstandards im Handwerk. Die Mehrheit der Befragten erwarten zudem, dass sie von besseren Informationen über Produkte und Methoden profitieren, wenn ihr Handwerker sich in einer Genossenschaft organisiert hat.

„Das Prinzip der Genossenschaft ist einfach und genial: Kooperation unter Selbstständigen zum gemeinsamen Vorteil, also Wertschöpfung als Wertegemeinschaft. Die MEGA eG wurde von Handwerkern gegründet und gehört Handwerkern. Damit ist klar, welcher Zielgruppe wir verpflichtet sind“, sagt Volker König, MEGA Vorstandsvorsitzender.

Die Studie wurde Ende Juni 2012 im Auftrag der MEGA eG durchgeführt. Im Rahmen eines Online-Panels wurden dafür 1.000 Personen befragt, die Ergebnisse der Internet-Befragung wurden bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet.

Einige Ergebnisse
Die Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass sie als Kunde profitieren, wenn ihr Handwerker Mitglied einer Genossenschaft ist. Die Befragten sehen folgende Vorteile:

  • 54% - Preisvorteile: günstige Konditionen durch gemeinsamen Einkauf.
  • 52% - Qualitätsstandards: In der Genossenschaft gelten hohe Qualitätsanforderungen.
  • 51% - Gute Marktinformationen über Methoden und Produkte.
  • 51% - Vertrauen: Durch den genossenschaftlichen Grundgedanken hat der Handwerker im Gegensatz zu einer AG einen Partner auf Augenhöhe.
  • 49% - Qualifikation: Mitglieder werden geschult, das sichert eine gute Kundenberatung.

  • Frage: „Wenn Sie einmal an Handwerker denken, wie z.B. Maler. Was glauben Sie , wie Sie als Kunde davon profitieren, wenn Handwerker beispielsweise Mitglied einer Einkaufsgenossenschaft sind.“

    Basis: Alle Befragten. N= 1.000. Sortiert nach TOP 2 „Profitiere sehr“ und „profitiere etwas“

    Die Studie finden im Internet unter: http://www.mega.de/unternehmen/pressemeldungen.php